Ich habe in letzter Zeit immer mal wieder versucht, den Hochzeitstanz von rechts nach links zu bouldern. Nachdem dass dann letzte Woche geklappt hat, musste noch ein neuer Start her (der HT geht auf den letzten paar Metern nach oben weg). Leisten und ein super Fingerloch waren schnell gefunden, mit der Trittabfolge war es deutlich schwieriger.
Der Boulder startet unterhalb der Endgriffe (schwarz) des HT (rechts Leiste, links Fingerloch).
Über die Schwierigkeit sollen zukünftige Wiederholer entscheiden. Ich denke, sie wird irgendwo zwischen Fb 6c und 7a liegen.
Also, Schuhe und Matte packen und ab an die Burg!!!
Es naht der Winter und es ist noch ein mal ein paar Wochen schönes Wetter ohne viel Niederschlag. Hier im Blautal bietet sich die Untere Peilerwand perfekt an um einen kurzen Zustieg zur Wand zu haben. Wir nutzen die antrainierte Kraft des Sommers und können hier tolle Routen klettern. Andrea macht ihre ersten Routen im 6ten Grad und ich genieße u.a. Archaische Impulse 9-/9 und Korsika Dreams 9 Nun ist es aber recht frisch und es steht die Bouldersaison vor der Tür. Allers in allem ein tolles Jahr Sportklettern 2010.
...war diesmal deutlich angenehmer als vor einem Jahr. Damals musste ich mich mit meinen Crashpad auf dem Rücken durch teilweise hüfthohen Schnee quälen, um dann am Fels ankommend festzustellen, dass die Boulder nass oder die Ausstiegshenkel mit Schnee bedeckt waren. Heute waren die Verhältnisse perfekt. Alles trocken, angenehme Temperaturen und ein zweites großes Pad (Dank an Brigitte und Thomas: "Habe es gut behandelt") sorgten für ungetrübten Spass an der Bewegung.
Den Boulder Colltex hatte ich früher immer mal wieder probiert, konnte den Abschlusshenkel allerdings nie erreichen. Heute plötzlich ging's (hat mich tierisch gefreut, wie man sehen kann).
Troubadure rechts daneben, bin ich letztes Jahr schon mal gebouldert (mit einer Matte und der alten Matratze (liegt da oben herum) als Sicherheit).
Die Schwierigkeit beider Boulder ist extrem von der Körperlänge/Reichweite abhängig. Ich denke, dass beide im Bereich Fb 6c (Colltex einen Tick schwerer) liegen dürften (für Mädels & Jungs unter 1,80m geht es wohl Richtung 7a). Schwierigkeiten hin oder her, beide Boulder gehören zum Besten, was man bei uns finden kann.
Hunger und dicke Arme führen mich dann schließlich zurück ans Auto. Der Brotzeitplatz ist dann auch schnell gefunden.
Vom Parklatz aus erreicht man in einer guten Stunde den Gipfel des Grünten. Egal wie oft man schon auf dem Wächter des Allgäus war, der Ausblick ist immer wieder toll und lädt zum Verweilen ein.
Nachdem ich vor ein paar Monaten auf ein altes Video (http://www.youtube.com/watch?v=iQs3XMYDucs&feature=related) über das Klettern in der Verdonschlucht gestoßen bin, war klar: DA WILL ICH HIN!!! Chris kannte die Region schon, allerdings hauptsächlich vom Sportklettern her. So sind wir Ende September für 2 Wochen Richtung Südfrankreich aufgebrochen. Die nachfolgenden Bilder sollen euch einen kleinen Einblick in das Erlebte geben.
Die meisten Routen in der Schlucht erreicht man von oben. Man "rödelt" am Parkplatz auf, läuft zur zentralen Abseilstelle und los geht's. Es gibt Tage, an denen man den Tiefblick genießt und solche, an den man auf allen vieren vor dem Abgrund kauert und nicht nach unten will.
Chris an der Abseilstelle im Sektor Totem. Die gleichnamige Tour (7a) beginnt mitten in der Wand über einem riesigen Dach. O-Ton Markus (der mit Fine auch ein paar Tage da war): "Wenn der Vorsteiger weg ist, kommt man sich vor, wie der letzte Mensch auf diesem Planeten".
Fine und Markus in der letzten Seillänge der À Tout Coeur (6b+).
Die Route Zigo Zago (7a) am Pas de la Baou, wartet gleich in der ersten Seillänge mit toller und steiler Wandkletterei auf.
Am folgenden Tag hatten wir das Glück, Julien Millot kennen lernen zu dürfen. Er ist einer der besten Slackliner Frankreichs und war gerade damit beschäftigt, eine (für ihn kurze) 20m Highline aufzubauen.
Im gleichen Sektor hatten Freunde von Julien einen Pendelsprung eingerichtet. Einen jungen (recht "brav" aussehenden) Deutschen auf die durchgeknallten Franzosen ansprechend, grinst er mich an und gibt mir zu verstehen, dass er heute morgen auch schon gesprungen ist. Daraufhin legt er seinen Gurt an, lässt sich ins Seil einbinden und...
Ein paar Tage später machen wir dann unser Schlauchboot klar und shippern mit diesem einen Teil des Lac de Sainte Croix schluchtaufwärts. Von den Tretbootfahrern werden wir nur so lange belächelt, bis wir unser erstes Bier aufmachen.
Das klettertechnische Highlight unseres Urlaubs ist sicherlich die Serie Limitée (7a) auf der linken Schluchtseite. Nach Überquerung des Flusses warten 8 tolle Seillängen auf die Bewerber.
Auf der Rückfahrt legen wir noch einen kurzen Zwischenstop in Sisteron ein. Das Gebiet bietet neben toller Plattenkletterei auch überhängende Risse, wie man sie sonst nur von Granit- und Sandsteingebieten her kennt. Einziger Wehmutstropfen: der lange und sehr beschwerliche Zustieg :-)
Was für ein schöner Flecken Erde, der mich garantiert nicht zum letzen Mal gesehen hat.