"Südostwand" Rote Flüh

"Südostwand" 6+

Sommer, Sonne - Sonnenschein ist das Motto des Herbst 2011.
Selbst am 9.November kann man noch im T-shirt an den Südwänden der Roten Flüh klettern.
Andrea und ich nützen diese Wettersituation aus und machen uns wieder einen schönen Tag.
Die Route "Südostwand" der Roten Flüh ist eine leichte, aber dennoch sehr schöne Tour.

Im großen Kamin. Eine der besten Sl. der Tour. Bei dicken hilft nur schieben... .

Was will man mehr?

In der 5ten Sl. Der Pfannenquergang.

Es hat seine Vorteile oben zu sein. Im Tal verschwindet schnell die Sonne.

Rot: Südostwand
Grün: Direkte Südwand ( siehe Bericht Oktober 2011)


Mal schauen wie lange das Wetter noch so gut bleibt.
Besser kanns zum Klettern nicht mehr sein.

Wandhöhe: ca.240m
Kletterlänge: 9Sl und ca.300m
Schwierigkeiten: 6+(eine Stelle dirkt am Einstieg) sonst im Bereich 5+
Erstbegeher: 1929 H.Schertel und Gef.

Absicherung: Sehr gut.
Material: 10 Exen. Keile und Bandschlingen sind nützlich.


Viel Spaß beim Sonnen und klettern.

Gruß Andrea und Axel

"Welcome to Tijuana" - Rote Flüh

Stef ist auf Besuch in Ulm. Was macht man allso ? Ma geht klettern !
Wo ? Hmmm.... am besten in den Tannheimern, da ischs net so weit und zur Zeit bestes Wetter. Gesagt getan. Uhrzeit ausgemacht, am IKEA Parkplatz getroffen und ab gehts.

Die Tour ist auch schnell gefunden die es zum klettern gibt.
"Welcome to Tijuana 8+/9-" an der Roten Flüh von J.Schmidt und Christoph Mieger 2000 eingebohrt.
Wie auch Manu Chao schon in seinem Song singt...
Wilkommen in Tijuana
Tequila, Sex und Marijuana
Wilkommen in Tijuana
...genießen wir den kurzen Zustieg von Nesselwängle aus und fühlen uns recht Willkommen.

Die erste Sl, eine 8. Kaltstart pur !!
Aber was für eine super Länge, beste Kletterei an scharfen kleinen Leisten. Die Hakenabstände sind auch etwas weiter, immer so das a weng weggeklettert werden muss vom letzten, ohne das es aber gefährlich wird. Grandios !


Weiter gehts. In Wechselführung Richtung Gipfel. In der kurzen leichten Längen gibts zur Stärkung a Buschl Gras.
Schnell ist aber Schluss mit lustig, weiter gehts. 4Sl - soll 7+ sein, könnt aber au 8- sein.
Dann die schwere Seillänge. Der Fels ist extrem Rau. Die Grife werden kleiner und es wird recht steil. Tolle Bewegungen an Untergriffen, Leisten und Batscher. Denn so gehts, Batsch links, Batsch rechts..... Batsch, Batsch .... Bähm .... .
Nun wirds kurz leichter, aber es darf dann schon mal über einem Keil geklettert werden.
7 Sl: Die leichteste 8ter Länge.

Stef geht die letzte Sl., eine glatte 8. Da muss man nochmal wollen.
Geschenkt bekommt man nichts. Ich komm nach im letzten Licht. Im Rucksack schlummern große Schätze...Gipfelbier... da legt man schon nochmal ein Zahn zu...Vorfreude.

Zum Lohn stehen wir am Ausstieg der bis jetzt meiner Meinung mit besten Tour an der Roten Flüh. Im Wandbuch stehen wir nun als Seilschaft Nr 24 - viel zu wenig in 11 Jahren. Wo sind die Genußkletterer ? Auf gehts.

Schöne Grüße Stef und Axel

Facts:
Kletterlänge - ca.280m
Schwierigkeiten - 8+/9- selten unter 8
Material - Satz Rocks und paar Friends und 12 Exen

Köllenspitze Klettersteig

Köllenspitze Klettersteig
Köllenspitze 2238 m / Allgäuer Alpen

So, wieder mal ein Sonntag und die Andrea hat Frühschicht.
Für mich die Gelegenheit schnell eine Tour zu machen. Der neue Klettersteig auf die Köllespitze ist genau das richtige.
Gesagt getan.
Andrea zur Arbeit gebracht und selber gehts ins sonnige Tannheimertal.
Der Aufstieg geht schnell. Das Gepäck ist leicht.

Hier ging es hoch, meistens der Kante entlang.
Die Aussicht ist sehr gut. Der Steig geht durch schönen Fels. Steil und oft luftig.

Nach ca. der Hälfte kann man sich auf dieser Bank niederlassen und noch einmal Kraft sammeln für die letzten Meter.

In der Gipfelwand. Für einen Klettersteig richtig gut.

Nach kurzer Zeit stehe ich auf dem Gipfel.
Für Allgäuer Verhältnisse ist der Steig "Kaiserlich"!

So lässt sichs leben.

Die Fernsicht wieder spitze.
Rechts der Gimpel und links die Rote Flüh.

Für mich gings dann schnell Heim.
14 Uhr. Pünktlich hol ich Andrea ab von der Arbeit. Zusammen gings dann noch ins Blautal.
Klettern.

Grüße Axel

Infos:
Hier findet Ihr ein Topo vom Steig.
http://www.bergsteigen.at/de/touren.aspx?ID=2323

Direkte Südwand

Ulm, Sonntag in der Früh. Nebel, Nebel nichts als Nebel.
Was gibt es schöneres ?
Na klar ! Kaiserwetter im Tannheimer Tal!
Nach nur etwas mehr als einer Stunde Autofahrt sind wir bereit für den Aufstieg.
Noch ist es schattig und kalt.
Doch bis wir am Einstieg der Direkten Südwand der Roten Flüh sind hat auch die Sonne uns erreicht.
Wir genießen die warmen Strahlen und sehen die ersten Boten des Winters 2011/12 anhand der weißen Nordwände.

Die Route startet gemütlich. Die ersten Seillängen sind noch nicht im markanten Kaminsystem.
Bieten aber gute Risskletterei.

Nach der 4ten Sl beginnt das Kaminsystem. Es ist trocken. Was für ein Genuss.
Uns beiden macht es super Spaß und der Weg ist klar.

Direkt am Ausstieg steht das Gipfelkreuz.


Nach einer kurzen Gipfelrast machen wir auf zur Abseilpiste.
Schnell sind wir wieder unten.

Bier gibts dieses mal von der Tankstelle. Das Gimpelhaus hält Winterschlaf.


Direkte Südwand 6 (5+A0) an der Roten Flüh
Wandhöhe: ca. 240m
Kletterlänge: ca. 320m
Schwierigkeiten: eine Stelle 6 und mehrere im 5ten Grad. Rest 4 und 4+
Charakter: Tolle Klassische Kletterei folgend eines Riss- und Kaminsystems.
Die Absicherung ist gut mit Bohrhaken. Klemmkeile erledigen den Rest.



Grüße Andrea und Axel

Augsburger Höhenweg

Auf den Augsburger Höhenweg aufmerksam geworden bin ich durch die Sendung bergauf bergab. Damals begleitete das Kamerateam eine Gruppe auf dem Weg von der Augsburger zur Ansbacher Hütte im Lechtal. Mein Plan war es, nicht vom Inntal aus zu starten, sondern über die Memminger Hütte gehen.
So geht es mit dem Zug erst einmal Richtung Reute. Da ich erst kurz nach 21h dort bin, fährt leider auch kein Bus mehr nach Bach (Ausgangsort für den Hüttenzustieg). Also muss eben das Rad her halten, dass eigentlich nur den langen Zustieg durch das Parseiertal abkürzen soll. Um kurz nach 0.30h komm ich dann endlich an der Materialseilbahn der Memminger Hütte an. Kurz noch etwas essen, in den Schlafsack rein und Augen zu.


Am nächsten Morgen dann der Aufstieg zur (geschlossenen) Hütte. Dem Weg sieht man an, dass er zur Hauptsaison von sehr vielen Leuten begangen wird (ist ein Teil des E5). Oben angekommen trockene ich erst mal die Sachen, die von der Herbstnacht doch recht feucht sind. Ein wunderschöner Platz, vorallem, wenn man alleine ist.


Vorbei an mehreren Bergseen geht es über den Spiehler Weg Richtung Parseier Spitze.






Der Aufstieg zur Patrolscharte ist sehr gut versichert, was bei den Verhältnissen auch gut so ist.

Um kurz vor 14h stehe ich dann vor der Südostflanke der Parseier Spitze. Da der eigentliche Höhenweg erst jetzt beginnt (die Augsburger Hütte liegt ganz in der Nähe), verzichte ich auf den Gipfel.




Das Gipfelerlebnis nachholen, kann ich dann am 2968 hohen Dawinkopf.


Der Weg dorthin (und auch danach) ist relativ neu und klettersteigähnlich versichert.


Nach einer weiteren Stunde Gehzeit erreiche ich die Dawinscharte.


Nun folgt das schwerste Stück des Höhenweges.




Durch die Nordflanke der Eisenspitze geht es über steile Geröll- und Schneefelder hinüber zur Parseierscharte.
Die Absicherung ist auch hier gut


und manchmal auch sehr kreativ.



Spannend sind dann die letzten Meter. Ein sandig, schiefriger Hang (ca. 45 Grad steil) muss jetzt ohne Sicherung (hier lässt sich nichts anbringen) gequert werden.
Ein paar Minuten später stehe ich dann vor dem Roland Ritter-Biwak der Sektion Augsburg.


Die Notunterkunft bietet Platz für 4 Leute. Alles ist sehr gut instand gehalten und gepflegt.


Am nächsten Morgen geht's um 7 h weiter.



Vor mir liegen noch die tobeldurchzogenen Südhänge von Griesmutte-, Schwarzloch- und Stierlochkopf.


Alles ist schneefrei und trocken. Allerdings sind hier die Steiganlagen teilweise noch nicht saniert (Stahlseile liegen schon bereit).
Am Winterjoch verlass ich dann den Weg zur Ansbacher Hütte und steige über die Grießl Scharte (ganz neu versichert) ins Langkar ab.


Für Erschließer, die ihre Bohrmaschine erst einmal einen halben Tag durch die (sehr schöne) Gegend tragen wollen, findet sich hier oben noch genügend Potential.


An der Schafgufel und der wunderschönen Freispitze vorbei geht es dann zurück ins Parseiertal.



Ein halbe Stunde später sitze ich dann wieder auf meinem Fahrrad. Nachdem mich der Hinweg nicht umgebracht hat, wird auch der Rückweg mit dem Velo in Angriff genommen.
Noch nen Tip. Wenn man in Reute auf den Zug warten muss und noch Zeit hat. Bier kaufen und an den Lech sitzen.

Grüße,

Frank

Facts
Augsburger Höhenweg
Lechtal

Der Augsburger Höhenweg verbindet die Ausgburger Hütte (2298 m) mit der Ansbacher Hütte (2376 m). Bei normalen Verhältnissen beträgt die Gehzeit 8 bis 10 Stunden. Der Weg über die Memminger Hütte läßt sich komplett vom Lechtal aus machen.

Material: Helm, Steigeisen und Pickel. Nachdem die Steiganlagen so gut ausgebaut sind, kann man eine Klettersteigset mitnehmen (geht aber auch gut ohne).