25.01.12 "Zurück in die Zukunft (WI 5)", Brennersee

Die Suche nach dem Eis... dieses Jahr eine echte Herausforderung. Hochgelegen ist Trumpf. Ich fahre mit Bini an den Brenner, schon von weitem lacht eine mächtige Säule.
Sie Gehört zu Zurück in die Zukunft. Leider war die Einstiegslänge sehr heikel. Schnee über, unter und im Eis. Ist das aber überstanden gehts zu der Supersäule. Im hinteren Bereich ist sie zwar etwas überhängend, aber das eis ist gut und man kann immer wieder an den Fels spreizen, war dann gar ned so brutal schwer, aber schon sportlich. Oben raus dann easy going mit 3 Eisgeräten pro Seilschaft ;) .

Super Tag im Eis am Schluß noch das beste diesen Winter getestet...den Schnee :D, jaaa Mann!









"Geierkopffall" Ammergauer Alpen (WI 4 bis WI 5-)

Eis soll es dieses Jahr laut Gerüchten nur in der Gelateria ums Eck geben, dafür aber in unterschiedlichen Farben. Damit wollt sich Frank und ich nicht zufrieden geben. Wir erinnerten uns daran dass es im Herzen des Ammergau immer affenartig kalt ist und haben uns deshalb zum Saisonauftakt den Geierkopffall ausgesucht. Tatsächlich schon von der Straße aus sieht es nach Eis aus. In einer knappen Std. ist man am Fall, zumindest wenn einem nicht permanent das Fell vom Ski fällt.

Zuerst geht es an die Einfachste Linie...Hurra endlich blaues Eis:


Nachdem dem wir uns super gefühlt haben nehmen wir am gleichen Fall die linke Linie vor. Sie hat zwei Steilaufschwünge. Auch dies geht gut von der Hand, an vielen Stellen ist der Schnee störend und hat Linsen im Eis gebildet, man muß schon a bissel aufpassen.


Zum Abschluss klettern wir die Eislinie rechts des Hauptfalls. Langsam beginnt er und am Ende wartet ein senkrechtes Finale, leider ist der Übergang von Eis zu Schnee sehr heikel, so muss ich recht basteln bis mir eine armdicke Latsche Stand bietet.




Mit einbrechender Dunkelheit geht's Heim, ein ausgefüllter Tag und der beste Beweis, dass nicht nur der Italiener Eis hat.

Auf eine gute Eissaison,
Frank und Stef.

Facts:
Geierkopffall - Ammergauer Alpen
WI 4 (leichteste Linie) 55m
viele Varianten
komplette Eisausrüstung
min. 55m Seil (abseilen)

Tessin - Chironico

Ein kurzer Rückblick...



Stef und ich hatten den Boulder Border Line (Fb 7a) im gleichnamigen Sektor bei unserem letzten Aufenthalt in Chironico immer wieder probiert, konnten die Kante aber nicht erreichen bzw. halten.

Letzten Freitag ergibt sich nochmals eine Gelegenheit, für einen Kurzbesuch im Tessin.

Los geht's im Sektor Freak brothers.


Expolama (Fb 6b/6b+)


Alex in Sfigolo (Fb 3+)


Stef am Austieg von No landing (Fb 6a+). Der Name ist hier Programm...

Ein paar Meter weiter stehen wir plötzlich vor einem geilen Problem: Die Roboter (Fb 6a). Eine tolle Hangelleiste zieht unter einem Dach nach oben.







Am Block 10 kommen dann die Sprungfedern zum Einsatz.





Addis a baba (FB 6b) verlangt eine gute mentale Vorbereitung (und einen sehr erfahrenen und ernsthaften Spotter).



Mit nun warmen Fingern ziehen wir weiter in den Border Line-Sektor.
Der erste Versuch endet (mal wieder) auf dem Crashpad, der zweite...



...passt. Am Ausstieg muß ich nochmals ordentlich Gas geben. Geil!!!

Alexander klettert auf der Rückseite des Blocks einen schönen Leistenboulder.
Dank an dieser Stelle an den super Kammeramann, der uns so ein tolles und vorallem wackelfreies Video produziert hat.





Mit einem Schweizer doktern wir dann noch an der Gschirrlade (Fb 6b) herum, um uns danach am benachbarten Bastardo dentro (oder wie d'Schwob saggt: Drecksauplatte) fast noch nen Einlauf abzuholen. Für Fb 6a+ muß man hier richtig Gas geben und auf kleiner Schei... stehen.







Den Arbeitstag beenden wir dann im Deliverance-Sektor.





Dank euch Jungs für den super Tag.

Viele Grüße,

Frank

Aggenstein

Viele Kletterjahre mussten vergehen bis ich ans Ziel der Ziele kommen konnte!!
Den Aggenstein. Für Wanderer ein muss.
Für Kletterer auch mehr eine Wanderung als Kletterei.
Trotzdem. Bisher nur die Nordwand kennend mit der tollen Route "Morbus Flattermann" gings nun an die Südseitigen platten.

Mit Sigi, Maria, Micha, Martina und Harry geht es los.
Wir parken den Bus in Grän und laufen in ca. 1,5 Stunden zur Bad Kissinger Hütte.
Weitere 20 min später stehen wir am Einstieg der sehr leichten Routen.
Das Wetter ist TIP TOP. Nur der Wind ist frisch.

Wir teilen uns in drei Seilschaften auf und stürmen dem Gipfel entgegen.
Harry zeigt wie bei Sichtkontakt die Seilkommandos im stillen ablaufen können.
Aber was hat dies zu bedeuten ??
"10Bier bitte"oder "Kalte Hände, bring mir meine Handschuhe"
Fragen die bei Licht im Dunkeln bleiben oder so ...?!??!

So gewinnen wir trotz Winkspielen an Höhe und auch dem Sigi macht es sichtbar Spaß.

Ob viel los war.... wer war jetzt nochmal am Seilende?

Die letzten Meter zum Gipfel. Leicht und Seilfrei.


Vom Gipfel gehts in 2 Stunden zurück zum Parkplatz.
Laune hats gemacht.

Facts: Der Aggenstein bittet für Einsteiger das perfekte Ziel. Die Routen sind leicht, leichter am leichtesten. Von 2+ bis 4+

Für uns wars ein schöner Tag ohne Streß.

Grüße, Axel

Don Camillo 8 (VII,A1)

Immer noch kein Schnee. So nutzen wir wieder 2 Tage und fahren in die Berge.
Nun waren wir schon oft an der Roten Flüh, doch nie ergab sich die Begehung der Route Don Camillo.
Dank Stefs Begehung der Route hatte ich nun aber Infos zur Tour und auch ein neues Ziel.

Don Camillo 8 (VII,A1) Rote Flüh

10Exen, einen Buschel Keile und paar Schlingen gepackt und los gehts in die erste Sl.
Diese ist die gleiche wie die von der Südwestwand.
In der 2ten Sl zweigt nun die Don Camillo ab. Noch einen Bohrhaken von der Südwestwand und es geht links weg. Es folgt ein Normalhaken und der 2te Stand ist nach 25m erreicht.

Nun folgt die Krönung der Route. Was für eine tolle 8ter Länge, oder auch VII A1.
Schön überhängend und gespickt mit athletischen Zügen. Wusch,wusch, Patsch, Klatsch und oben bist. Sau stark.
Andrea klettert und zieht sich tapfer ihre erste Alpine 8ter Länge hoch. Respekt!

Der weiterweg ist klar - über die 7ner Platte gehts lang.

An einer GROßEN Sanduhr beziet man den folgenden Stand.
Die 6te Sl soll öfter mal Nass sein, zurzeit aber Staub trocken. So ist diese noch einmal schön luftig steil und ja, so macht das Klettern laune. Bohrhaken,Schlingen, Normalhaken weitere Abstände. Zutaten für eine echt feine Alpine Kletterei.

In der letzten Sl, wir sind uns nicht sicher ob Orginal, kommt das Schlüsselloch.
Rucksack im Klettern runter - durchgeschoben - und hinterher - Brotzeit sollte man davor nicht gemacht haben :-)

Pünktlich zum Sonnenuntergang oben.

Schnell seilen wir ab. Huschen zum Auto und fahren ins Lechtal, hier gabs zur Belohnung erst mal nen Bier; Pizza und einen XXL Burger.

Facts:
Erstbegeher: Jürgen Vogt und Manfrd Hofstätter, 28.09.1986
Schwierigkeit: 8 oder VII,A1 ; häufig im 6ten Grad
Länge: 140 Hm und ca 210 Klm
Absicherung: Stände und schwierige Stellen haben Bohrhaken, sonst viele NH.

Resultat: Schade das im aktuellen Panico Führer kein Platz mehr für so eine tolle Route gibt.
Mit Sicherheit auch ein Juwel der Klettergeschichte Tannheimertal.


Für Andrea und mich gings dann weiter, ein Frühstück draußen in der Sonne am 21.11. gibts auch nicht alle Tage.

Unser leichtes Ziel für Tag 2: Der Widderstein bei Warth.

Luxus!!

Noch mehr Luxus :-)

Was will man mehr ??


Zwei SUPER Tage.

Grüße Andrea und Axel

"Südostwand" Rote Flüh

"Südostwand" 6+

Sommer, Sonne - Sonnenschein ist das Motto des Herbst 2011.
Selbst am 9.November kann man noch im T-shirt an den Südwänden der Roten Flüh klettern.
Andrea und ich nützen diese Wettersituation aus und machen uns wieder einen schönen Tag.
Die Route "Südostwand" der Roten Flüh ist eine leichte, aber dennoch sehr schöne Tour.

Im großen Kamin. Eine der besten Sl. der Tour. Bei dicken hilft nur schieben... .

Was will man mehr?

In der 5ten Sl. Der Pfannenquergang.

Es hat seine Vorteile oben zu sein. Im Tal verschwindet schnell die Sonne.

Rot: Südostwand
Grün: Direkte Südwand ( siehe Bericht Oktober 2011)


Mal schauen wie lange das Wetter noch so gut bleibt.
Besser kanns zum Klettern nicht mehr sein.

Wandhöhe: ca.240m
Kletterlänge: 9Sl und ca.300m
Schwierigkeiten: 6+(eine Stelle dirkt am Einstieg) sonst im Bereich 5+
Erstbegeher: 1929 H.Schertel und Gef.

Absicherung: Sehr gut.
Material: 10 Exen. Keile und Bandschlingen sind nützlich.


Viel Spaß beim Sonnen und klettern.

Gruß Andrea und Axel

"Welcome to Tijuana" - Rote Flüh

Stef ist auf Besuch in Ulm. Was macht man allso ? Ma geht klettern !
Wo ? Hmmm.... am besten in den Tannheimern, da ischs net so weit und zur Zeit bestes Wetter. Gesagt getan. Uhrzeit ausgemacht, am IKEA Parkplatz getroffen und ab gehts.

Die Tour ist auch schnell gefunden die es zum klettern gibt.
"Welcome to Tijuana 8+/9-" an der Roten Flüh von J.Schmidt und Christoph Mieger 2000 eingebohrt.
Wie auch Manu Chao schon in seinem Song singt...
Wilkommen in Tijuana
Tequila, Sex und Marijuana
Wilkommen in Tijuana
...genießen wir den kurzen Zustieg von Nesselwängle aus und fühlen uns recht Willkommen.

Die erste Sl, eine 8. Kaltstart pur !!
Aber was für eine super Länge, beste Kletterei an scharfen kleinen Leisten. Die Hakenabstände sind auch etwas weiter, immer so das a weng weggeklettert werden muss vom letzten, ohne das es aber gefährlich wird. Grandios !


Weiter gehts. In Wechselführung Richtung Gipfel. In der kurzen leichten Längen gibts zur Stärkung a Buschl Gras.
Schnell ist aber Schluss mit lustig, weiter gehts. 4Sl - soll 7+ sein, könnt aber au 8- sein.
Dann die schwere Seillänge. Der Fels ist extrem Rau. Die Grife werden kleiner und es wird recht steil. Tolle Bewegungen an Untergriffen, Leisten und Batscher. Denn so gehts, Batsch links, Batsch rechts..... Batsch, Batsch .... Bähm .... .
Nun wirds kurz leichter, aber es darf dann schon mal über einem Keil geklettert werden.
7 Sl: Die leichteste 8ter Länge.

Stef geht die letzte Sl., eine glatte 8. Da muss man nochmal wollen.
Geschenkt bekommt man nichts. Ich komm nach im letzten Licht. Im Rucksack schlummern große Schätze...Gipfelbier... da legt man schon nochmal ein Zahn zu...Vorfreude.

Zum Lohn stehen wir am Ausstieg der bis jetzt meiner Meinung mit besten Tour an der Roten Flüh. Im Wandbuch stehen wir nun als Seilschaft Nr 24 - viel zu wenig in 11 Jahren. Wo sind die Genußkletterer ? Auf gehts.

Schöne Grüße Stef und Axel

Facts:
Kletterlänge - ca.280m
Schwierigkeiten - 8+/9- selten unter 8
Material - Satz Rocks und paar Friends und 12 Exen