Versuch Konstanzer Sonntagsschreck (14.02.)

Nachdem Chris und ich schon vor ca. 2 Wochen (Ende des xten-Kältehochs) bei 10 Grad (+) und Regen uns den Fall angeschaut hatten, wollten wir es letzten Donnerstag nochmals probieren. Aufgrund der kalten Temperaturen sind wir erst kurz nach 8 Uhr in Ulm los gefahren.
Die erste Seillänge wählten wir über rechts. Nach sehr spannenden 40 Metern konnte ich Stand an einem Baum machen.

Chris startet in die 2te Länge

Die erste (steile) Hälfte der 2ten Länge war noch gut zu klettern, danach wechselten sich überfrorene Eisplatten mit Balkonen ab.
Vom Stand aus, wäre es über eine dünne Säule ca. 15 Meter nach oben gegangen, um dann über ein Band rechts an die Hauptsäule (noch nicht bis auf den Boden gewachsen) zu kommen. Mit der (starken) Sonne im Rücken und dem dünnen Eis war uns das Risiko einfach zu groß.
 

Rückzug
Jedes Mal wieder beeindruckend


Männer ohne Nerven - Pinnistal (Wi 5/5+)

Eigentlich schon erstaunlich das man in einem Eiskletterwinter bei dem unter 1500m definitiv wenig geht nicht viel öfter an einem Ort ist der eine super Szenerie bietet kaum 50km entfernt ist und garantiert hoch genug liegt.

Mit Andi geht es inkl. Rodel im Schlepptau in das schöne Hochtal. Da steht es, das schöne elegante Gebilde. Die Vorfreude steigt, ein Fingergribbeln das ich lange nicht mehr hatte.


Doch erst darf mal der Andi ran, souverän hackt er sich zum Anfang der großen Säule hoch. Das Eis ist gut die Temperaturen optimal. Ein Traumwasserfall! 



So jetzt darf ich, mächtig steil schaut es aus. Aber keine Angst, nein Freude ist das vorherrschende Gefühl, nach einigen Metern ist klar dass, (zitat Andi) "die Kletterei benutzerfreundlich ist". Mehr hookend als schlagend geht's über gut verwachsene Blumenkohle nach oben, nach 3/4 Länge noch ein guter Raster... traumhaft.

Andi hackt sich gut gelaunt hinten drein hoch... Mit langer Selbstsicherung kann man das auch dokumentieren. 


Die letzte Länge ergibt sich nun ohne Gegenwehr.


An dubiosen Abseilhaken ist der Weg dann abwärts.    
Nochmal darf man die Steilheit genießen. Saugt schon ganz schön das Eisfräulein.   


Hier bitte der Kohlsalat; wie eine Treppe, darf nur nix weg brechen :) .



So schauts von unten aus!



Stand in schicker Höhle... eindrücklich!


 Obifahrn zum Kaiser ohne Schmarn ... wir haben die flüssige Varriante gewählt die auch ned von Kaiser sondern von Zipfer war...aber verdammt, versuch da mal ein Reihm drauf zu machen!  


Winter ist da wo du hin gehst, suchst ihn nicht findst ihn nicht.


Merci Andi, war ein super Tag. Da arbeitet es sich doch gleich wieder doppelt so motiviert.

Viele Grüße,
Stef.

____________________________
Facts:
Männer ohne Nerven, Wi 5/5+ 125m
Pinistal - vorderes Stubai
Eiskletterausrüstung inkl. Rodel

Geierfälle/Eisbox und Wildental

Ein paar Bilder von den Geierfällen (Donnerstag) und dem Wildental (gestern).





Chris in der 2ten Länge am Geierfall






Eisbox mit Einstiegssäule



Tolles Gebiet im hinteren Wildental
Unsere erste Tour ist der mittlere Wildenbachfall




Linker Wildenbachfall









Der Eishäuptling braucht noch ein paar kalte Tage
"Land unter" sieht von unten gar nicht so schwer aus...
...ist dann aber ganz schön steil



Aus aktuellem Anlass...

gratulieren zwei stolze Ulmer Jungs dem dritten zur erfolgreich bestandenen

Ausbildung zum staatl. geprüften Berg- und Skiführer

Der in d Midde isch jetzt d' Bergführer
  

Rubihorn - Carpe Diem (M5/5+, 400m)

Mit dem Erstbegeher Andi Steck habe ich an Silvester das Vergnügen, durch die Carpe Diem an der Rubihorn-Nordwand zu klettern. Obwohl das Thermometer am Auto leichte Plusgrade anzeigt, finden wir in der Wand relativ gute Verhältnisse vor.
Die ersten 2 Seillängen verlaufen gemeinsam mit der klassischen Nordwandführe.
Nach einer kurzen Linksquerung beginnt dann die eigentliche Tour. Da wir nicht nach oben aussteigen wollen, deponieren wir die Rucksäcke am dortigen Standplatz.





Die Kletterei ist fordernd, Absicherungen beschränken sich oft auf das vorhandene Material. 

Andi startet in die 5te Seillänge








An der ein oder anderen Stelle lässt sich dann doch mal ein Felshaken versenken.


Nach der 6ten Länge gelangen wir dann an das Wandbuch.




Von hier aus geht der gebohrte Weiterweg über 2 Seillängen zum Ausstieg.



Die letzte Länge wartet dann mit dem Grande Finale auf.





Nach 4x Abseilen (mit kurzem Stopp an der Wandbuchbar) stehen wir dann wieder am Einstieg,





Viele Grüße und einen guten Start ins neue Jahr wünschen Andi und Frank.


Facts 
Carpe Diem (M5/5+, 400m)
 
Material:
60m-Doppelseil, Steigeisen, Eisgeräte, gutes Hakensortiment, kleines Klemmkeilsortiment, Camalots 0,3-1, kurze und lange Schlingen.

Topo:
Panico - Eiskletterführer Bregenz bis Garmisch

Free Solo

Nach einigen Free Solos von früher,
viele leichte im Blautal und auch Highlights wie Jump 7+/8- am Breitfels,
Slowhand 8- am Schildfels,
Alte Ostwand 6 und der Bohrtrottel 7+/8- am Katzentaler Fels hatte ich erst mal genug von der Kletterei ohne Seil.

Nach 2 Jahren nicht allzu vielem Klettern, da andere Themen wie Hochzeit, Hausumbau, Renovierung und Nachwuchs doch auch den ein oder anderen freien Tag in Anspruch genommen haben.

Doch das Verlangen nach der Spielart des Kletterns ohne Seil und doppelten Boden ließ mich nicht los.
Oft überlegte ich mir welche Tour sich anbietet und sich lohnt.
Im Herbst gings dann ein zwei Mal an die Untere Peilerwand, ich kletterte immer wieder die Ave Maria(8+).
 Eine schöne Kletterei an einer Platte und nach der ersten Hälfte sind die Hauptschwierigkeiten vorüber, oben gehts dann leichter und der Ausstieg bietet sich auch an für ein Solo.

An meinem Geburtstag wars dann soweit. Toprop kletterte ich die Route nochmal ca.5 mal ohne Pause.
Das Wetter war super und nach einer Verschnaufpause, Kuchen und Getränk legte ich den Gurt zur Seite und wollte nur mal schauen wie sich der Einstieg anfühlt mit Option noch mal herunter zu Klettern.

Doch alles lief rund und plötzlich gings flott voran, Meter für Meter und schon war ich auch oben.
Ein tolles Gefühl, nach so langer Zeit wieder ein Solo, alles ging gut und für dieses Jahr werd ich nur noch beim Bouldern kein Seil dabei haben.
Was die nächsten Jahre mit sich bringen werden wir sehen.....so dann wünsch ich ne gute Zeit.

Grüße Axel

 

Wetterstein - Schüsselkar Friedenspfeife 8+

Der Schnee ist angekündigt das Wetter noch dem Goldenen Oktober entsprechend. Ich möchte nochmal ins Alpine!
Andi aus dem Institut ist von meinem, sicher vorschnellen, Vorschlag "Friedenspfeife" begeistert. Gut das der stets bescheidene aber bärenstarke Andi mit dabei war, ich wär da wahrscheinlich nicht hoch gekommen, zumindest nicht in dem Sportskletterstil der für diese begeisternde Tour angedacht ist.

Zu einer sehr soliden Bohrhakenabsicherung muß man aber schon den einen oder anderen Friend legen und das auch in 8+ Längen. 


Echt ein steiles Gemäuer, fast jede Seillänge hängt über, nur die ersten 2 sind "nur" senkrecht, das geht brutal auf die Kraft.

Super Spätherbsttag begtleitet uns, das ist das ganz tolle in meiner momentanen Wahlheimat: man macht es halt mal kurz weils fast ohne Auto geht.


Die erste Platten 8. Es ist eine echte Knackige aber super Schöne Seillänge.

 Dir nächste 7 ist sehr anhaltend schwer und unangenehm, aber es hat begeisternde Löcher und Leisten. Bei aussreichend Ausdauer eine phänomenale Länge.

 Andi gibt Gas: Eine 8- streßt ihn nicht, echt wilde Kletterei.

Nach oben hin wird's eher besser statt schlechter und das, wo es unten doch schon spitze war. Aber ich bin lahm in den Händen, Genieße die knifflige Kletterei trotzdem, Andi übernimmt die beiden letzten Längen beide 8+.
4 mal Überhängend abseilen! Beim Abseilen wird nochmal klar wie steil es war, gewaltig! Ach ja Exen einhängen ist auf dem Rückweg oft pflicht...Sonst wird's anstrengend.

Hinweis: 7+ obl. gilt nur für den Nachsteiger, ich glaub das der Vorsteiger mit 7+ obl. nicht hoch kommt, zumindest ned ohne Technotricks.