Grenzgänger WI6 M8

3.3.13

Wir fahren nach Ehrwald unterhalb der Zugspitze und dann noch weiter Richtung Garmisch Partenkirchen.
Nach nur wenigen Kilometern sieht man den Fall schon von der Strasse aus auf der rechten Seite.
Toll sieht er aus. 
Der Zustieg ist etwas länger als sonst, in der eigentlichen Parkbucht hat es zu viel Schnee.
Statt 15min brauchen wir so eine lange halbe Stunde.



Die erste Sl sieht nicht schwer aus, hat aber schlechtes Eis und ist überraschend steil.




 Nun stehen wir am Stand und staunen. Ganz schön steil das Ding!!!
Die ersten Meter gehen ganz gut, dem Eis immer näher wirds dann immer schwerer und wir sind der guten Absicherung dankbar.

Gewaltig hängt der Zapfen da. Im Eis geht es steil weiter.
Jetzt "nur" noch im Eis hoch. Nach 20 Metern kommt die erste leichtere Stelle zum ausruhen.
Es folgen noch ein paar Aufschwünge und nach insgesamt 60Meter und extra dicken Armen ist man froh alles hinter sich zu haben. Was für eine SUPER SL !!!!
Frank bekommt das Grinsen auch nicht mehr aus dem Gesicht.

    

                                                                           2te SL    "GEIL"


                                                        ECHT FETT !!!

Wir wünschen viel Spaß beim klettern der Tour.

Gruß Frank und Axel

Lüsens - Hängende Gärten

Endlich mal wieder eine Tour mit Stef. Ziel sind die Hängenden Gärten im Sellrain/Kühtai.

Schon vom Parkplatz aus sieht man die oberen Längen der Tour. Nach kurzem Fußmarsch zeigt sich der Fall dann in seiner ganzen Pracht.





In der ersten Länge ist schon eine Seilschaft (2 Spanier "aus Innsbruck") am Werke.




Jetzt wird es auch für uns ernst. Der Beginn ist nicht schwer, das Eis aber sehr spröde. Stand kann man bequem hinter den Säulen beziehen. Die nun folgende Länge sah von unten gar nicht so schwer aus, wird es aber dann...










Stef gibt seinen gemütlichen Stand auf und steigt auch die nächste Länge vor.





Nach dem Ende der Hauptschwierigkeiten geht's dann noch gemütlich in der Sonne zum Abseilbaum.





Facts
Hängende Gärten (WI6, 140m)
Andreas Orgler und Otti Wiedmann, 1988
Große Tour der Eiskletterlegende Andreas Orgler, deren 2te Länge nicht zu unterschätzen ist.

Eisbox

Eigentliches Ziel ist das Y an der Notkarspitze im Ammergau. Eis kann man zwar von der Straße aus in den steileren Stufen erkennen, die flachen Passagen sehen mit dem vielen Schnee aber nicht einladend aus. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Ettaler Mühlen Fall (dünn und hinterspült) fahren wir zurück Richtung Geierkopf und kämpfen uns an die Eisbox hoch.
Der Säuleneinstieg zur Tour steht perfekt da, danach hat auch hier der Schnee seine Spuren hinterlassen.









Nach der 2ten Länge seilen wir wieder ab, quatschen ein wenig mit den Leuten am Einstieg und geben das (fast) neue Nomic, welches wir am Zustieg gefunden haben, wieder an den Besitzer zurück (hättest uns dafür auch 2 Bier neben's Auto legen können).

Axel entdeckt auf der linken Seite Bohrhaken im Fels, schnappt seine Eisgeräte und legt los. Im brüchigen Fels geht es hookend und greifend nach oben. An der Dachkante trappt er den halben Vorhang weg und entschwebt nach oben (nachdem ihm an einem Gerät hängend mal kurz beide Füße durch den Vorhang rutschen). Für jemand, der seit über 2 Jahren nicht mehr im Eis war, ned so schlecht...











Die Mixedroute befindet sich etwa 10 Meter links der Säule und soll wohl M6 sein.





Abendfreeride im Karwendel

Die Wetterlöcher sind kurz diesen Winter also heißt es schnell und flexibel sein. Eigentlich hatte ich den Montag schon abgeschrieben und mich ganz der Arbeit im Institut gewidmet dann Telefon, David:" 3 Uhr an der Karwendelbahn, Steigeisen, Seil und Pickel mit...Ski ned vergessen." Gut, so geordnet lief das Gespräch nicht ab, aber der Kürze halber!   

15:30Uhr schweben wir hoch. Alle durch den Tunnel ins Dammkar --> Wir ? Nicht!
Mit den Ski Richtung Mittenwalder Höhenweg. Steigeisen hin und rüber!



 

Wahnsinnswetter heute, langsam wird das Licht weicher, Vollgut hier oben!


Weg von den Massen unsere eigene Spur ab jetzt!


Blick ins Karwendel, da ist alles für uns vorbereitet. Ein Paradies vor der Haustüre.


David spurt, ich mach Fotos, super Arbeitsteilung :) .


Mittenwald im Abendlicht von oben, erhebender Anblick!


 Leider bin ich jetzt auf den Belichtungsregler gekommen und habe es nicht gemerkt...überbelichtet! Die gesamte 1400hm lange Abfahrt, zum heulen! Aber geil wars trotzdem *fG* .


Überbelichteter Ingeniereur in Kurvenlage.


Yipiieee a Yeh, Schweinebacke, die Rinne rockt gewaltig! Der Schnee? Ein Traum!


So Kaffee auf dem heimischen Balkon und den Ausklang des Tages genießen, dieser Tag war
un-fucking-fassbar ... Morgen gleich wieder?


Man muß nicht nach Verbiere, Chamonix oder weiß Gott wo hin, momentan ist es bei uns absolut gewaltig.
Wer mag auch mit Bergführer ;o) (www.seil-biggel.de).

Versuch Konstanzer Sonntagsschreck (14.02.)

Nachdem Chris und ich schon vor ca. 2 Wochen (Ende des xten-Kältehochs) bei 10 Grad (+) und Regen uns den Fall angeschaut hatten, wollten wir es letzten Donnerstag nochmals probieren. Aufgrund der kalten Temperaturen sind wir erst kurz nach 8 Uhr in Ulm los gefahren.
Die erste Seillänge wählten wir über rechts. Nach sehr spannenden 40 Metern konnte ich Stand an einem Baum machen.

Chris startet in die 2te Länge

Die erste (steile) Hälfte der 2ten Länge war noch gut zu klettern, danach wechselten sich überfrorene Eisplatten mit Balkonen ab.
Vom Stand aus, wäre es über eine dünne Säule ca. 15 Meter nach oben gegangen, um dann über ein Band rechts an die Hauptsäule (noch nicht bis auf den Boden gewachsen) zu kommen. Mit der (starken) Sonne im Rücken und dem dünnen Eis war uns das Risiko einfach zu groß.
 

Rückzug
Jedes Mal wieder beeindruckend


Männer ohne Nerven - Pinnistal (Wi 5/5+)

Eigentlich schon erstaunlich das man in einem Eiskletterwinter bei dem unter 1500m definitiv wenig geht nicht viel öfter an einem Ort ist der eine super Szenerie bietet kaum 50km entfernt ist und garantiert hoch genug liegt.

Mit Andi geht es inkl. Rodel im Schlepptau in das schöne Hochtal. Da steht es, das schöne elegante Gebilde. Die Vorfreude steigt, ein Fingergribbeln das ich lange nicht mehr hatte.


Doch erst darf mal der Andi ran, souverän hackt er sich zum Anfang der großen Säule hoch. Das Eis ist gut die Temperaturen optimal. Ein Traumwasserfall! 



So jetzt darf ich, mächtig steil schaut es aus. Aber keine Angst, nein Freude ist das vorherrschende Gefühl, nach einigen Metern ist klar dass, (zitat Andi) "die Kletterei benutzerfreundlich ist". Mehr hookend als schlagend geht's über gut verwachsene Blumenkohle nach oben, nach 3/4 Länge noch ein guter Raster... traumhaft.

Andi hackt sich gut gelaunt hinten drein hoch... Mit langer Selbstsicherung kann man das auch dokumentieren. 


Die letzte Länge ergibt sich nun ohne Gegenwehr.


An dubiosen Abseilhaken ist der Weg dann abwärts.    
Nochmal darf man die Steilheit genießen. Saugt schon ganz schön das Eisfräulein.   


Hier bitte der Kohlsalat; wie eine Treppe, darf nur nix weg brechen :) .



So schauts von unten aus!



Stand in schicker Höhle... eindrücklich!


 Obifahrn zum Kaiser ohne Schmarn ... wir haben die flüssige Varriante gewählt die auch ned von Kaiser sondern von Zipfer war...aber verdammt, versuch da mal ein Reihm drauf zu machen!  


Winter ist da wo du hin gehst, suchst ihn nicht findst ihn nicht.


Merci Andi, war ein super Tag. Da arbeitet es sich doch gleich wieder doppelt so motiviert.

Viele Grüße,
Stef.

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Facts:
Männer ohne Nerven, Wi 5/5+ 125m
Pinistal - vorderes Stubai
Eiskletterausrüstung inkl. Rodel