Geierkopf Hauptgipfel - Midwinter Gully

Der Winter gibt nicht zuviel her was das Eisklettern angeht, aber momentan stört das gar nicht. Denn es gibt mittlerweile eine sehr aktive Szene die alpines Mixedklettern in jedlicher Varriation betreibt. Immer mehr neue Touren jeglichen Schwierigkeitsgrades entstehen. Ralf Sussman hat schon mit der Bayrisch-Chamonix bewiesen, dass er hierbei zu den Premium Anbietern gehört. Auch seine neue Kreation ist wohl als, "mehr als gelungen", zu bezeichnen. Ich will gar nicht zuviel schreiben, da Tobi im Rocksportsforum schon das meiste gesagt hat. Nur soviel, die 10. Seillänge gehört wohl zu den besten Mixedlängen durch bisher gemacht habe.


Frank im Nachtirg der Ersten Länge:

Der Beginn des Gully, Moria lässt Grüßen:

Frank im Vorstieg der 3. Länge:

Stef im Nachstieg der 3. Länge:

Stef im Vorstieg der, wenn frei geklettert, Schlüssellänge. Keine Peilung wie das zw. dem 2. und 3. Haken Funktionieren soll. War sicher spannend für Jürgen an den kleinen Kratzern zu Hooken, Respekt!

Geniale M4 Länge im Schnee gefüllten Gully, Frank im Vorstieg:

Von seinem Hängestand hat man einen guten Blick:

Nun eine M6+, die bei der Erstbegehung eine Eisauflage hatte, diese ist momentan sehr selektiv, ich denke eher deutlich schwerer wie M6+ und brüchig. Do bis froh wenn der der 2. Haken klickt:

Danach Ausruhgelände für 100m . Den Stand an dem ich stehe findet man gleich nach dem letzten Haken aus dem Kamin 15m hoch an der rechten Begrenzung. An der leicht nach oben geneigten Felsseite. Meist zugeschneit. Ziemlicher Grabaufwand erforderlich:

Nun in die Gipfelwand:

Die kurze Dachpassage als Übergang zur Gipfelwand viel mir recht leicht:

Frank genießt sie im Nachstieg, macht dann richtig Spaß sagt er :) :


Dafür durft ich in der M7 danach etwas schwitzen. Mürbe Hooks, kleine Stehleisten, abgelöste Eisstruktur und ein übersehener Haken lassen etwas Adrenalin in den Kreislauf fließen:

WAS FÜR EINE GEILE SEILLÄNGE:


Etwas wackliger Quergang, auch oder grade für den Nachsteiger wäre ein Sturz nicht Ratsam.

Am Ende des Weges mit etwas Sonne belohnt. Schad um den der hier im Nebel steht, gell D.B. aus M.

Frank auf dem Weg in die Sonne:

Danke Ralf, coole Tour!

Detaillierte Routeninfos hier

Bericht von Tobi im Rocksportsforum

Westlicher Geierkopf - Direkte Nordwand



Diese Wand ist ein Phänomen. Trotz ständiger Föhneinbrüche hält sich das (wohl Anfang Dezember gebildete) Eis wacker. Eine super Linie mit 3 (!!!) Längen im Eis und interessanten Stellen im Fels. Kompliment an die Erstbegeher; Bohrhaken (für Stände und Zwischensicherungen) wurden nur dort eingesetzt, wo eine mobile Absicherung schwer oder unmöglich gewesen wäre.

So nun auch die Eindrücke vom Stef: Ich bin durchaus auch der Meinung dass hier eine schöne logische und alpine Mixed Tour durch eine heimische Wand entstanden ist. Besonders heraus zu heben ist der große Eisanteil. Auch wenn die Schwierigkeiten nicht extrem hoch sind (mmn. vor allem im Eis von den bisherigen Seilschaften ungefähr einen Grad zu hoch angesetzt), ist hier vor allem der eigenverantwortliche Alpinist gefragt. Man kann alle Stellen mit Friends und Eisschrauben absichern. Im unteren Teil findet man noch BH auch zwischen den Ständen, mmn. hätte man mit etwas schauen auch den einen oder anderen sparen können, aber passt scho. Ein hauch von Chamonix Gully im Ammergau!    



















Facts 
Direkte Nordwand (M5, WI4, 600m)
Material:
Camalots C4: 0,3-1/ C3: 0-2
6 Eisschrauben (4 kurz)




Westlicher Geierkopf - Bayerisch-Schottische Winter-Games

Ein paar Eindrücke aus dieser tollen Tour.







Mehr (und vorallem richtig gute Fotos) auf der Page von Christoph.

Detaillierte Routeninfos hier.


Ulmer Jungs bei Terra X

Ein ziemlich stolzer Ulmer Junge beglückwünscht seine 2 Kammeraden zum erfolgreichen Start ihrer internationalen Fernsehkarrieren (mal im ZDF zur besten Fernsehzeit zu sein, wäre toll gewesen; aber auf der Ostlerhütte 3 Tage lang kostenlos saufa, fressa ond mid de Hubschrauberla spiela, ein Traum für jeden Schwaben...).

http://www.zdf.de/Terra-X/Expedition-Deutschland-Geologische-Zeitreise-mit-Colin-Devey-durch-500-Millionen-Jahre-Erdgeschichte-2-30964866.html


Reaktion auf die Veröffentlichung der internen Kommunikation zw. Tobi und Walter

http://www.walter-hoelzler.de/news/routeninfos-im-internet/

Zu den Bewertungen:
Ich war ehrlich gesagt schon etwas überrascht als ich im Rahmen des Erstellens des neuen Eiskletterführers mit bekommen habe, dass sich meine beiden Kollegen Rainer und Walter dazu entschlossen haben ihre Routen am Rubihorn nicht oder nur wage zu bewerten. Das ist aber letztlich ihr recht. Ob das gut ist oder nicht will ich gar nicht beurteilen.

Warum ich aber eine Tour nicht Bewerte weil die Bewertung von den Verhältnissen abhängt erschließt sich mir nicht. Hat man bessere Verhältnisse als der Erstbeher --> Glück gehabt, schlechtere --> Pech gehabt. Zeigt es sich das bei der Erstbehung ungewöhnliche Bedingungen geherscht haben, kann man das ja auch nachbessern. Das ist in den ganzen Gebieten in denen ich bisher war so und ich denke das bleibt auch so.

Zu den anderen Punkten:
Mich Persönlich stört es auch wenn schon die Placements für Keile und Friends in Topos eingezeichnet werden, aber Fixes Material in einer Tour gehört meiner Meinung nach in ein Topo. Das ist ja schon seit 50 Jahren in sämlicher Führerliteratur so und schmälert auch den allgemeinen Abenteuercharakter meiner Ansicht nach nicht. Wahrscheinlich wäre es abenteuerlicher wenn man nicht die ganzen alten Touren mit moderen Bohrhaken zupflastern würde und lieber die Infopolitik darüber so gestalltet dass sie auch einschätzbar bleiben.In einem bin ich aber voll Walter seiner Meinung, man muß nicht jedes mögliche Placement Fotografieren und beschreiben.

Zu den Verhältnissen:
Jahrzente hätten sich die Bergsteiger die Finger danach abgeleckt zu wissen ob es sich lohnt in ein Gebiet zu fahren oder ob es besser ist sich daheim um die Familie zu kümmern und so seine begrenzte Zeit besser zu verwenden. Gerade jetzt wo wir darauf sensibilisiert sind möglichst wenig Resourcen zu verbrauchen, soll jeder wieder 600km nach Chamonix mit seiner Karre kurven um fest zu stellen es war ausser Speßen nix gewesen! Das finde ich eine sehr elitäre Haltung, welche ja gern von den Local in ihrem Heimatgebiet für sich beansprucht wird. Ich gebe ganz offen zu: ich bin an das Supercouloir gefahren weil ich im Internet gesehen hab das es gute Verhältnisse im Direkteinstieg hat! Ich mache das so und gebe deswegen auch andern Infos zu Touren in meiner Heimat.

Niemand zwingt einen zur Veröffentlichung der Verhältnisse die er in einer Tour vorgfunden hat! Aber dann soll man das Internet auch nicht für sich selber nutzen. Aber so ist der Mensch halt, er legt es meistens einseitig aus und normal nicht zu seinem Nachteil.

 


Rubihorn Nordwand - Ice on the Rocks (11 SL 420m - M7)

Zu aller erst mal ein herzliches Danke an Tobi, er hat dir ganzen Bilder gemacht, da ich meinen Foto im Auto liegen gelassen habe. Danke auch an Walter für die Tour, ist eine bestechende Linie, kann man nicht leugnen.

Mit Niklas hatte ich generelles Winterwarmklettern am Rubihorn vereinbart. Niklas war zwar schon verabredet aber zur Not wäre es eben eine 3er Seilschaft geworden. Ich bin, das ist unter meinen Freunden bekannt, nicht so der brutale Freund von Dreierseilschaften, aber vor man daheim hockt... Gott sei dank hab ich Tobi auch noch angefragt und wir haben es tatsächlich mal wieder geschafft zusammen lost zu ziehen, zwei einzelne Seilschaften das ist doch deutlich flexiebler. Ich gehe mit Tobi in die Ice on the Rocks vom Walter Hölzler. Unsere Informationslage ist dünn aber wenigsten konnten wir eine Textbeschreibung auftreiben welche das wesentlichste enthält, wird sich dann auch in dem neuen Eiskletterführer wiederfinden (Was natürlich den Abenteuercharakter der Tour hemmt!).

Von den Erstbegehern wurden die einzelnen Seillängen nicht mit Schwierigkeiten versehen, man weiß also nicht ob man jetzt nach einem M7 Gelände ausschau halten muß oder ob es nur M3 links ums Eck geht. Da ich das Vorgehen vollkommen Unbrauchbar finde, habe ich mit Tobi zusammen eine Schwierigkeitsbewertung der einzelnen Seillängen angefertigt (bzw. Tobi hat sie Angefertigt und ich für gut geheißen.). Es geht nicht darum jeden einzelnen Haken nach Länge und Farbe zu beschreiben, sondern nur darum sich im klassischen Gelände anhand der Schwierigkeit orientieren zu können. ...dazu mehr in einem neuen Beitrag.     


Kleine Rampe zum Eisfall. Optimal für den Warm Up.

Die Eisstufe richtung Schlüsselstelle, das schöne an Walter seiner Tour sie nimmt immer wieder Eispassagen mit, so reines Drytooling mag i ned so gern.


Bei geringer Schneelage zeigt sich das Rubihorn von seiner brüchigen Seite. 

Gras ist immer ein guter Eisersatz. Deshalb glaub ich auch das die Schwierigkeiten nicht so sehr von den Verhältnissen abhängen, zumindes nicht in den steileren Passagen.


 Und hoch gehts, Grasklettern wie man es liebt.

Die Verschneidung ist absolut genial, allein deswagen lohnt sich schon die ganze Route. Beim anklettern des ersten Hakens ruhe bewaren, gut gemacht Tobi.

Mit den Hände gehts auch, nur frisch ist's dann halt.


Wieder eine gute Eisspur, die einzige Stelle die echt schwer wäre ohne Eis. 

Stand am Einzelbohrhaken, weil ich den Stand nicht gefunden hab.

Ende Gelände!

 Die letzte Länge, ich genieße die tolle Graskletterei im Nachstieg.

Alpines Dreamteam, Danke Tobi, hat mir viel Spaß gemacht.

Alternative zum Runterlaufen ist abseilen. Geht ganz gut, darf man nur am Stand vor der großen Veschneidung im Abstiegssinn drauf achten, dass das Seil richtig rum gefädelt ist.

Unser Bewertungsvorschlag der Seillängen bezugnehmend auf die restlichen Rubihorntouren:
1.Seillänge – M2, 50m
2.Seillänge – M7 oder M6A0, Eis 80°, 50m
3.Seillänge – M1 und Gehgelände, 60m
4.Seillänge – M3, 25m
5.Seillänge – M5, Eis 80°, evtl .auch steiler, 25m
6.Seillänge – M2, 20m
7.Seillänge – M5, 30m
8.Seillänge – M6, 35m
9.Seillänge – M3, Eis 80°, 30m (Verhältnissabhängig)
10.Seillänge – M5+, 50 m
11.Seillänge – M5-,60 m

Material:
Eis-/Mixedkletterausrüstung
60m Doppelseil
10 Exen
3 Eisschrauben (min. 2x13cm)
Cam. 0.5 & 0.75