Westlicher Geierkopf - Scotch on the Rocks

Gestern mit Chris die neueste Kreation aus dem Hause Sussmann (und Gefährten) in der linken NW des Geierkopfs geklettert.


2ter Eisaufschwung - ohne Seil am Ausstieg recht spannend
Das Ziel rückt näher


Chris in der ersten reinen Eislänge (WI 3)
Die tolle Säule (WI 4)





Wir hatten Glück, dass eine 3er Seilschaft vor uns eingestiegen war und die Spurarbeit übernommen hat (bei ca. 20cm Neuschnee). Wir haben die Original-Scotch Mixed-Länge (M4+, WI4, clean) links umgangen auf der Milchbuben-Variante (M3, WI3, 1 Haken). Letztere lässt sich gut im Eis sichern

Material: Eisausrüstung hätte bei den angetroffenen Verhältnissen und Routenwahl ausgereicht.

Topos und Wiederholerinfos wie immer hier.

Geierkopf Hauptgipfel - Midwinter Gully

Der Winter gibt nicht zuviel her was das Eisklettern angeht, aber momentan stört das gar nicht. Denn es gibt mittlerweile eine sehr aktive Szene die alpines Mixedklettern in jedlicher Varriation betreibt. Immer mehr neue Touren jeglichen Schwierigkeitsgrades entstehen. Ralf Sussman hat schon mit der Bayrisch-Chamonix bewiesen, dass er hierbei zu den Premium Anbietern gehört. Auch seine neue Kreation ist wohl als, "mehr als gelungen", zu bezeichnen. Ich will gar nicht zuviel schreiben, da Tobi im Rocksportsforum schon das meiste gesagt hat. Nur soviel, die 10. Seillänge gehört wohl zu den besten Mixedlängen durch bisher gemacht habe.


Frank im Nachtirg der Ersten Länge:

Der Beginn des Gully, Moria lässt Grüßen:

Frank im Vorstieg der 3. Länge:

Stef im Nachstieg der 3. Länge:

Stef im Vorstieg der, wenn frei geklettert, Schlüssellänge. Keine Peilung wie das zw. dem 2. und 3. Haken Funktionieren soll. War sicher spannend für Jürgen an den kleinen Kratzern zu Hooken, Respekt!

Geniale M4 Länge im Schnee gefüllten Gully, Frank im Vorstieg:

Von seinem Hängestand hat man einen guten Blick:

Nun eine M6+, die bei der Erstbegehung eine Eisauflage hatte, diese ist momentan sehr selektiv, ich denke eher deutlich schwerer wie M6+ und brüchig. Do bis froh wenn der der 2. Haken klickt:

Danach Ausruhgelände für 100m . Den Stand an dem ich stehe findet man gleich nach dem letzten Haken aus dem Kamin 15m hoch an der rechten Begrenzung. An der leicht nach oben geneigten Felsseite. Meist zugeschneit. Ziemlicher Grabaufwand erforderlich:

Nun in die Gipfelwand:

Die kurze Dachpassage als Übergang zur Gipfelwand viel mir recht leicht:

Frank genießt sie im Nachstieg, macht dann richtig Spaß sagt er :) :


Dafür durft ich in der M7 danach etwas schwitzen. Mürbe Hooks, kleine Stehleisten, abgelöste Eisstruktur und ein übersehener Haken lassen etwas Adrenalin in den Kreislauf fließen:

WAS FÜR EINE GEILE SEILLÄNGE:


Etwas wackliger Quergang, auch oder grade für den Nachsteiger wäre ein Sturz nicht Ratsam.

Am Ende des Weges mit etwas Sonne belohnt. Schad um den der hier im Nebel steht, gell D.B. aus M.

Frank auf dem Weg in die Sonne:

Danke Ralf, coole Tour!

Detaillierte Routeninfos hier

Bericht von Tobi im Rocksportsforum

Westlicher Geierkopf - Direkte Nordwand



Diese Wand ist ein Phänomen. Trotz ständiger Föhneinbrüche hält sich das (wohl Anfang Dezember gebildete) Eis wacker. Eine super Linie mit 3 (!!!) Längen im Eis und interessanten Stellen im Fels. Kompliment an die Erstbegeher; Bohrhaken (für Stände und Zwischensicherungen) wurden nur dort eingesetzt, wo eine mobile Absicherung schwer oder unmöglich gewesen wäre.

So nun auch die Eindrücke vom Stef: Ich bin durchaus auch der Meinung dass hier eine schöne logische und alpine Mixed Tour durch eine heimische Wand entstanden ist. Besonders heraus zu heben ist der große Eisanteil. Auch wenn die Schwierigkeiten nicht extrem hoch sind (mmn. vor allem im Eis von den bisherigen Seilschaften ungefähr einen Grad zu hoch angesetzt), ist hier vor allem der eigenverantwortliche Alpinist gefragt. Man kann alle Stellen mit Friends und Eisschrauben absichern. Im unteren Teil findet man noch BH auch zwischen den Ständen, mmn. hätte man mit etwas schauen auch den einen oder anderen sparen können, aber passt scho. Ein hauch von Chamonix Gully im Ammergau!    



















Facts 
Direkte Nordwand (M5, WI4, 600m)
Material:
Camalots C4: 0,3-1/ C3: 0-2
6 Eisschrauben (4 kurz)




Westlicher Geierkopf - Bayerisch-Schottische Winter-Games

Ein paar Eindrücke aus dieser tollen Tour.







Mehr (und vorallem richtig gute Fotos) auf der Page von Christoph.

Detaillierte Routeninfos hier.