| Seilschaft in La Linea |
Renkfälle - Eisspur
Trotz der frühlingshaften Temperaturen, letzten Donnerstag nochmals richtig gute Bedingungen am Renkfall im Kaunertal vorgefunden.
Rettungsaktionen aus alpinen Mixedkletterrouten
Liebe Leser des Blogs,
ich habe mich nun entschieden ein paar Worte zu schreiben, welche die Ereignisse etwas kommentieren sollen.
3 Rettungsaktionen mit Hubschrauberunterstützung und großem Bergrettereinsatz gab es dieses Jahr in den kombinierten Nordwänden von Rubihorn und Geierkopf. Sicher auch geschuldet dem schlechten Winter der keine großen anderen Aktivitäten zulässt.
Das wir alle nicht davor bewahrt sind, mal eine Rettung aus einer alpinen Notlage zu benötigen steht außer Frage. Jedoch waren alle drei Rettungen als Aussenstehender augenscheinlich zu vermeiden gewesen, wenn man entsprechende Ortskenntnis, Tourenplanung gemacht oder sein Ziel seinen Fähigkeiten angepasst hätte.
Das mag auch etwas damit zusammen hängen, dass bei uns auf dem Blog die Touren oft etwas easy daher kommen, daher muß man unsere Beschreibungen in dem richtigen Kontext sehen.
Frank, Axel und ich sind seit über 10 Jahren sehr aktiv in genau diesem kombinierten Gelände unterwegs, kennen die meisten der Berge in- und auswendig und haben abseits davon schon die meisten der ganz großen Wände der Alpen durchstiegen. Ich selber bin dazu noch staat. gepr. Bergführer. Das verzerrt unsere Wahrnehmung sicher.
Was wir evtl. als gut gesichert beschreiben ist nicht vergleichbar mit Sportkletterrouten sondern muß im Kontext einer großen alpinen Wand gesehen werden. Hier sind Abstände der Sicherungspunkte von 10m schon keine Seltenheit. Brüchiger Fels, schneebedeckte Griffe und Steigeisenkletterei auf Fels genau so wenig. Bitte bedenkt, bei den alpinen Mixedtouren handelt es sich nicht um Wasserfallklettern in einer Wand, sonder um ernsthaftes Bergsteigen, die Routen sind länger, heikler und das gesamte Repertoire an alpinen Gefahren ist zu bedenken.
Zu diesen Touren gehört eine ordentliche Tourenvorbereitung mit Karte und auch ein gesundes Einschätzen seiner Fähigkeiten. Die Ausrüstung muß abgestimmt sein und auch wenn BH vorhanden sind, muß zwingend mit mobilen Sicherungsmitteln inkl. Normalhaken (die wir natürlich wieder mit nehmen!) umgegangen werden. Stürtze sind trotz BH zu vermeiden, da die Eisgeräte und Steigeisen ein hohes Verletzungspotential haben.
Wenn ihr euch nicht bereit fühlt, geht zu einem Profi und lasst es euch zeigen. Es gibt genug Bergschulen und Bergführer die euch in diesem Gelände ausbilden können. Wer will kann sich auch gleich bei mir melden www.seil-biggel.de. Uns ist vor allem wichtig dass kein ernsthafter Unfall passiert. Dazu müßen wir alle beitragen.
Nun aber viel Spaß in den Bergen,
Stef.
ich habe mich nun entschieden ein paar Worte zu schreiben, welche die Ereignisse etwas kommentieren sollen.
3 Rettungsaktionen mit Hubschrauberunterstützung und großem Bergrettereinsatz gab es dieses Jahr in den kombinierten Nordwänden von Rubihorn und Geierkopf. Sicher auch geschuldet dem schlechten Winter der keine großen anderen Aktivitäten zulässt.
Das wir alle nicht davor bewahrt sind, mal eine Rettung aus einer alpinen Notlage zu benötigen steht außer Frage. Jedoch waren alle drei Rettungen als Aussenstehender augenscheinlich zu vermeiden gewesen, wenn man entsprechende Ortskenntnis, Tourenplanung gemacht oder sein Ziel seinen Fähigkeiten angepasst hätte.
Das mag auch etwas damit zusammen hängen, dass bei uns auf dem Blog die Touren oft etwas easy daher kommen, daher muß man unsere Beschreibungen in dem richtigen Kontext sehen.
Frank, Axel und ich sind seit über 10 Jahren sehr aktiv in genau diesem kombinierten Gelände unterwegs, kennen die meisten der Berge in- und auswendig und haben abseits davon schon die meisten der ganz großen Wände der Alpen durchstiegen. Ich selber bin dazu noch staat. gepr. Bergführer. Das verzerrt unsere Wahrnehmung sicher.
Was wir evtl. als gut gesichert beschreiben ist nicht vergleichbar mit Sportkletterrouten sondern muß im Kontext einer großen alpinen Wand gesehen werden. Hier sind Abstände der Sicherungspunkte von 10m schon keine Seltenheit. Brüchiger Fels, schneebedeckte Griffe und Steigeisenkletterei auf Fels genau so wenig. Bitte bedenkt, bei den alpinen Mixedtouren handelt es sich nicht um Wasserfallklettern in einer Wand, sonder um ernsthaftes Bergsteigen, die Routen sind länger, heikler und das gesamte Repertoire an alpinen Gefahren ist zu bedenken.
Zu diesen Touren gehört eine ordentliche Tourenvorbereitung mit Karte und auch ein gesundes Einschätzen seiner Fähigkeiten. Die Ausrüstung muß abgestimmt sein und auch wenn BH vorhanden sind, muß zwingend mit mobilen Sicherungsmitteln inkl. Normalhaken (die wir natürlich wieder mit nehmen!) umgegangen werden. Stürtze sind trotz BH zu vermeiden, da die Eisgeräte und Steigeisen ein hohes Verletzungspotential haben.
Wenn ihr euch nicht bereit fühlt, geht zu einem Profi und lasst es euch zeigen. Es gibt genug Bergschulen und Bergführer die euch in diesem Gelände ausbilden können. Wer will kann sich auch gleich bei mir melden www.seil-biggel.de. Uns ist vor allem wichtig dass kein ernsthafter Unfall passiert. Dazu müßen wir alle beitragen.
Nun aber viel Spaß in den Bergen,
Stef.
Westlicher Geierkopf - Versuch Jagdfieber
Leider bleibt's beim Versuch. Nach der M4-Länge seilen wir ab. Die Absicherung in der folgenden M5+ (fix und mobil) ist uns nicht klar. Die gekletterte M4 war schon schwierig und heikel.
Wir laufen rüber zur Scotch-Säule, klettern als Zustieg die geile M5 der Marihuanabam (nochmal) und werden dann noch Zeuge, wie sie 2 Bergsteiger aus der Direkten NW ausfliegen.
Wir laufen rüber zur Scotch-Säule, klettern als Zustieg die geile M5 der Marihuanabam (nochmal) und werden dann noch Zeuge, wie sie 2 Bergsteiger aus der Direkten NW ausfliegen.
Hölltobel - Zerberus
Der recht Teil des Sektors Himmel und Hölle hat eine neue Tour bekommen.
Zerberus
Erstbegeher: Chris Hilkert und Frank Wäckerle
Erste Rotpunktbegehung: Chris am 16.2.2014
Bewertungsvorschlag: D8
Zerberus
Erstbegeher: Chris Hilkert und Frank Wäckerle
Erste Rotpunktbegehung: Chris am 16.2.2014
Bewertungsvorschlag: D8
Westlicher Geierkopf - Marihuanabam
Donnerstag 8h Parkplatz Ammerwald. Was denkt Ihr, wie viele Autos da stehen??? 4 Stück (und meine Karre kommt auch noch dazu). Wow, um den Geier ist ein richtiger Hype entstanden (woran wir Blogger auch nicht ganz unschuldig sind). Sei's drum, die Routenauswahl/-variationen sind vielfältig, Zu- und Abstieg gespurt und wenn die Leute im Ammerwald einkehren (sehr leckeres Essen und Trinken), freut sich auch der Wirt.
Während Chris in der M5-Länge Spass an abgebundenen 12cm Schrauben findet, habe ich Zeit, Alban und Felix in ihrer Variante Southern Comfort zu bewundern.
Im Nachstieg der Länge wird dann schnell klar, warum sich mein Vorsteiger so schwer getan hat (@Chris: Stark).
| Perfektes Eis in der ersten Länge |
| Gehgelände |
Während Chris in der M5-Länge Spass an abgebundenen 12cm Schrauben findet, habe ich Zeit, Alban und Felix in ihrer Variante Southern Comfort zu bewundern.
Im Nachstieg der Länge wird dann schnell klar, warum sich mein Vorsteiger so schwer getan hat (@Chris: Stark).
Das Highlight wartet dann ganz zum Schluss auf uns. An der Ausstiegssäule der Scotch vorbei geht zum Marihuanabam. 4 Hooks im Fels, raus an den Zapfen (in bestem Eis hoch) und am Ausstiegsband dann fast noch die Hose verschissen (was für ein Turbo-Bruch). Geil!!!
| Am Gipfel mit Ben Nevis |
Die M5 Länge ist fordernd und nach oben hin schwer abzusichern. Respekt an die beiden jungen Erstbegeher, da rein zu klettern.
@Alban: Gott sei Dank hat d'Wirt zu gmacht :-) Schee wars.
@Stef: Die Bude mach mer auf...
Westlicher Geierkopf - Scotch on the Rocks
Gestern mit Chris die neueste Kreation aus dem Hause Sussmann (und Gefährten) in der linken NW des Geierkopfs geklettert.
| 2ter Eisaufschwung - ohne Seil am Ausstieg recht spannend |
| Das Ziel rückt näher |
| Chris in der ersten reinen Eislänge (WI 3) |
| Die tolle Säule (WI 4) |
Wir hatten Glück, dass eine 3er Seilschaft vor uns eingestiegen war und die Spurarbeit übernommen hat (bei ca. 20cm Neuschnee). Wir haben die Original-Scotch Mixed-Länge (M4+, WI4, clean) links umgangen auf der Milchbuben-Variante (M3, WI3, 1 Haken). Letztere lässt sich gut im Eis sichern.
Material: Eisausrüstung hätte bei den angetroffenen Verhältnissen und Routenwahl ausgereicht.
Topos und Wiederholerinfos wie immer hier.
Abonnieren
Posts (Atom)

