Makalu im März



Jürgen, Helga und Christoph berichten von ihrer Expedition zum fünfthöchsten Berg der Welt.

Wann: 15.03.2011/20.00 Uhr
Wo: Roncalli-Haus Ulm
Elisabethenstr. 37
Eintritt: frei

Ohne Rucksack

Nach dem sehr erfreulichen Tag im Ostrachtal, machen Nic und ich uns auf ins Oytal. Wir sind gespannt was hier schon geht. Ich bin eigendlich auf die Touren in der Arena überm Oytalhaus gespannt, aber hier scheint schon um 10Uhr die Sonne drauf. Das lassen wir lieber. So ziehen wir weiter, ohne Rucksack und Spiel ohne Grenzen schauen gut aus. Von der Nähe, "Spiel ohne Grenzen" noch etwas Zapfig, von daher gehts an den "ohne Rucksack".

Die erste Länge kann oft seilfrei gemacht werden. Heute ist es aber unangenehm und wir klettern die Erste auch mit Seil, so lohnt sich der Wasserfall auf alle Fälle.

Die zweite Länge ist schon deutlich sportlicher, Nic steigt bravorös vor, so kann ich mich ganz für die nun lange steile Länge erholen.

Die bietet neben röhrigem Spaß auch viel senkrechtes.


Aber der Hammer kommt auch heute zum Schluss, eine 10m Säule, aus filigranem wassereüberronenem Glaseis. Ich biete Nic an die Länge zu übernehmen, aber nix da, auch er hat mitlerweile Spaß an solchen Sachen, so bleibt mir nur der Fotographenplatz. Respekt Nic.



Wie Seilen dann übern Spiel ohne Grenzen ab, wie immer eindrücklich.

Noch ein Super Tag...so könnts grad weiter gehen, aber jetzt erst mal Arbeiten, wenn man das so nennen kann :) .

Facts:
"ohne Rucksack" (WI 5+ momentan wegen der letzten Säule) - 150m
EB: Sichler und Frick 1997
Oytal - Oberstdorf

Konstanzer Sonntagsschreck

Wollen doch mal sehen ob im Allgäu die grösseren Kaliber schon kletterbar sind.

Am Montag ziehen Nic und ich los und latschen auf gut Glück von Hinterstein ins Ostrachtal. Die Eisverhältnisse sind durchwachsen, aber hinten wo der Sonntagsschreck steht, sieht man Eis blitzen, als wir näher kommen scheint auch eine Linie kletterbar.


Wir steigen auf, durch die geringe Schneelage geht es schnell. Wir beide freuen uns wir kleine Jungs auf diesen geilen wilden Eisfall, schaut echt spannend aus.

Die erste Länge ist schon steil aber das ist erst die Einkletterphase, danach gehts aber richtig los, yipiaje Schweinebacke....
Zuerst ist die Entscheidung leicht, man klettert halt wo es Eis hat. Ich nehme nach dem steilen Aufschwung noch das erste Drittel der abschließenden Stufe mit. Die große 40m Säule ist noch nicht kletterbar, die hängt noch frei und ist sehr feucht. Etwas links davon ist aber ein durchkommen.

Nic möchte sich der Aufgabe über und zwischen den Balkonen hindurch annehemen. Zwei, drei kleine Tipps zu Anfang und er legt los.



Ursprünglich wollte ich über die Hauptsäule aussteigen, aber die war mir deutlich zu nass, so entschieden wir links über eine dünnere aber trockene Säule aus zu steigen.

Da diese unvermittelt in der Felswand aufhört, war noch ein netter Wechsel auf einen Zapfen mit dabei und die abschliesenden Meter sogar Mixedkletterei, M6 wird wohl hin kommen. Ein guter Normalhaken zeigt auch, dass wir nicht die Ersten waren die hier hoch moven.


Wieder mal zeigt vor allen der Abstieg wie steil die Dame ist.


Super, auch im Allgäu kann man wieder richtig Spaß haben.

Facts:
"Konstanzer Sonntagsschreck-linke Ausstiegsvarriante" (WI5+,M6) - 120m
EB: nicht Bekannt (evtl. Flo Behnke)
Ostrachtal, Hinterstein.
hervorrangende Eiskletterei mit anregendem Mixedausstieg.
Eisausrüstung inkl. 1 kurzen Schraube und ein paar Dynemaschlingen

Unterer Gaisalpfall

Nach einer schönen Silvesterfeier entscheiden Frank und ich am 1.1.2011 die Eisklettersaison zu eröffnen. Der untere Gaisalpfall ist genau richtig für einen genussvollen Start. Geringe Schwierigkeiten auf unserer gewählten Linie ca. WI 3 machen den Start besonders angenehm.
Zudem sind kaum andere Kletterer da.
Um 10 Uhr geht es gemütlich in Ulm los.
Schnell kommen wir am Parkplatz an und auch der Zustieg ist schnell hinter uns gebracht.

Frank ist in der Konzentrationsphase. Ja, gleich geht es los. Die erste Sl wartet.

Diese meistert er sehr gut und zügig. Ich darf als nächstes ran. Durch das eher leichte Gelände komme ich gut hoch.

Nach dem Bohrhakenstand kommt das steilste Stück. Eine Kurze Passage die aber am meisten Spaß macht.

Grandios ist auch der Ausblick. Blauer Himmel, Nebelmeer und Sonne.

Am Ausstieg angekommen gehen wir noch weiter und schauen uns aus der Ferne die oberen Fälle an. So wie es ausschaut stehen diese sehr gut da.

Nach dem Abseilen über den Fall wird es dunkel. Der Tag geht zu Ende und wir trinken unser erstes Touren Bier 2011.
Die Eisklettersaison hat gut angefangen.
Lust auf mehr lässt uns wieder Pläne schmieden.

Viele Grüße Frank und Axel

Geierköpfe, Eisbox (Ammergau)

Nicht so sehnlich herbei gewünscht wie die letzten Jahr, aber richtig gern angenommen wurde er, der erste Tag im Eis. Dies liegt vor allem daran, dass dieses Jahr früh die Kälte Einzug hält und das Vorbereitungstraining etwas knapp ausfiel.

David hatte schon ne Woche vorher ein paar kletterbare Fälle ausgespäht, Eisbox in den Ammergauern sollt gehen. So treffen wir uns am Sonntag an der bayrisch tirolerischen Grenze im Ettal. Mit Ski zum Fall, das Eis schaut gut aus. Mit uns auch Yvonne und Franz, die am morgen auch am Parkplatz standen, die Eisklettererwelt ist halt klein.

Die zwei gehen zur Eisbox, während David und ich uns an den Geierfall schleppen. Da der Fall problemlos in einer Länge geht, wird nicht nachgestiegen, hat a bissel was vom Sportklettern, wenn auch an Joppen kälter.


Insgesamt fühlt es sich noch a weng komisch an. Ich muss ziemlich schütteln weil das Blut gleich aus m Ärmel ist, die Bodenmannschaft protestiert....scheint etwas kühl zu sein unter dem neuen ME Federkleid :) .


David hatte letztes Jahr hier noch 2 Mixedrouten begangen. Trad ohne BH, eine links und eine rechts vom Geierfall. Das schauen wir uns noch an. Die erste ist gut mit einem Keil und einer kurzen Schraube zusätzlich zu sichern. Ergibt eine schöne Mixed Passage, die mich etwas an die erste Mixedlänge vom "Reise ins Reich der Eiszwerge" erinnert.






Insgesamt ein toller Tag an der kalten Front. Gab schön dicke Ärmel, war genau richtig für den Einstand in die Eissaison 2010/2011.

Topos findet ihr im tollen Eiskletterführer von Panico: Bregenz bis Garmisch .

Gruß Stef.

P.S.: Franz sein genialer Blog berichtet von ähnlichen Ereignissen.

Das Katzenloch, eine kleine Hommage

Begonnen hat alles vor ca. 5 Jahren. Damals war ich das erste Mal zum Bouldern am Katzenloch. Zusammen mit Andi versuchten wir uns am Däle-Klassiker Lizzy's Cheesecake. Ein paar Tage später hatte ich mir dann mein erstes Crashpad gekauft und war fortan im Winter immer wieder hier anzutreffen. Die vorhandenen Möglichkeiten im Schwierigkeitsgrad Fb 6a-7a waren (und sind) enorm. Viele Boulder waren für mich oftmals richtige Geduldsproben (Kraft und Können mussten wachsen). Alleine das Urtier hat mich auf 2 Jahre verteilt, wahr. 30-40 Versuche gekostet (manche Wutschreie dürfte man noch in Blaubeuren gehört haben).
Auch wenn über die Jahre viele Träume und Visionen zur Realität wurden, ist doch eines immer geblieben: die Liebe zu diesem besonderen Ort.

Der Klassiker am Loch: Lizzy's Cheesecake (Fb 6a):

Start rechts, über den Fussklemmer kommt man relativ gut an das 2-Fingerloch. Dann sind schmerzresistenz (tapen nicht vergessen!) und Körperspannung gefragt.



Lizzy rückwärts (Fb 6a+):

Der Boulder startet eigenlich am Riss (mit Verlängerung ein wenig schwerer (aber auch schöner)).



Two brothers watching me (Fb 6c+):

Sitzstart am markanten Loch. Über ein 2 Finger(untergriff)loch geht es mit rechts weit auf die schlechte Sloperleiste. Spannung halten, mit links auf die Zange und mit rechts (definiert/sonst leichter) weit auf den Abschlusshenkel.



Auf diesem Wege Grüsse an die Jungs und das starke Mädel aus Tübingen. Schön, dass auch andere Leute trotz Kälte und Schnee den Weg ins winterliche Blautal finden.

Frank

Zeit zum Träumen...

www.servustv.com/cs/Satellite/Article/Abenteuer-extrem-011259322622502