Im Westen nichts Neues

Wieder einmal geht es an die Rote Flüh. Dieses mal mit Stephan S..
Das Ziel ist die neu von Walter Hölzler eingerichtete
"Route im Westen nichts neues" (8-).
Das Wetter ist perfekt.

Die erste Sl ist eine schon bestehende Länge und nennt sich Loorbeerblatt.
Hier ist die Kletterei ein Traum. Erst steil und dann gehts auf eine Platte.

Nun gehts in die eigentlich neue Route. Zwar mit 6+ keine schwere Sl aber durch etwas weitere Hakenabstände im doch etwas brüchigem Gelände anspruchsvoll.

Schon die dritte ist die schwerste Sl. mit 8-/8.
Hier ist es sehr brüchig und die Crux ist etwas erzwungen. Mit einem Pfeil wird man auf einen Kletterweg hingewiesen, den man eher links der logischen Linie folgend umgehen würde.
Beides geht.

In der gewollten Schlüsselstelle.

Jetzt folgt eine tolle Sl. Leider immer noch etwas Brüchig aber nach oben wird es immer besser.
Hier sollte man große Keile oder Cams Größe 1 und 2 dabei haben.



Hier am Stand gibts dann auch ein Wandbuch. Wir haben die 5te Begehung, nun ist auch klar warum es doch noch sehr viel bröselt.Die letzte 6+ ist noch einmal zum genießen da. Super !
Wir Seilen über die Tour ab und sind schnell wieder am Einstieg.

Da wir noch Zeit haben klettern wir noch die uns schon bekannte Tour Sturm im Paradis 8+ direkt daneben bis zur letzten Sl.
Eine der wohl besten Touren an der Wand.
Beim Abstieg zur Hütte haben wir eine grandiose Sicht und der Nebel tut seines dazu.



Facts:
Rote Flüh Westwand
Route: Im Westen nichts Neues
Kletterlänge: Ca. 170m Meter, 5 Seillängen
Schwierigkeitsgrad: 8-, 6+, 8-/8, 8-, 6+ ( von Walter Hölzler )
( Bewertungsvorschlag von mir: 7+ , 7- , 8- , 8- , 6+ )

Doppelseil, 12 Exen und ein paar große Keile oder Cams Größe 1+2 reichen.

Eine schöne Route aber der Bruch ist noch viel und wenns so wenige Begehungen gibts wirds nicht besser.
Deshalb auf gehts. Es lohnt sich.

Schöne Grüße Stephan und Axel

"via Barbara" - Rote Flüh, Tannheimer Tal

Der Herbst soll richten was der Sommer verbrochen. Naja so streng wollen wir nicht sein, aber es wäre schon schön wenn man noch a bissele zum alpinen Sportklettern käme. Nach meinen ersten Lehrgängen und einem tollen Wochenende auf der Alb, war ich dann auch mal wieder richtig scharf auf eine schwere alpine Kletterei.
Niklas holt mich in Kempten ab und auf geht's ins Tannheimer Tal, der Sonntag versprach Kaiserwetter. Da ich nun mittlerweile die meisten der mittelschweren Touren an der Flüh kenne, erlaubten wir uns heute einen Schritt in Richtung anspruchsvolle Klettereien. Wir ersuchten die Barbara um eine Audienz. Nach dem Topo war schon klar, dass 6 Seillängen im unteren bis oberen 8. Grad eine hohe Herausforderung darstellen.

Gleich am Einstieg war sie aber schon zickig die Barbara, die kleine Guffel in der es startet ist nass, am Schuhwerk klebt Gamsscheiße und...Alter, sind die Griffe scharf. Bei mir macht's kurz fatz, das Bein ist nicht mehr am Tritt und schon fehlen zwei große Hautfetzen, ja das fängt ja gut an.

In der 2. Länge fehlt dann der Normalhaken, oder ich hab ihn nicht gesehen. Das ist gar nicht so super, weil wenn man jetzt vor dem zweitletzten und dem letzten Bohrhakl scheiße baut, liegt man Kopf voraus auf dem Vorsprung. Mit etwas zerrüttetem Nervenkostüm endlich am Stand. Noch eine schöne 7 dann geht es richtig los, aber schon hier fängt es an....jeder Stand ist mitten auf einer Platte, ich checks ja nicht was das soll, aber wenn ich das gewusst hät, wäre ein Sitzbrett im Gepäck gewesen.



Nun aber Schluss mit lustig ein kleiner Überhang leitet den Achter-Reigen ein. Mittlerweile haben wir uns etwas an das plattige Gelände gewöhnt. Aber bei den 8ern geht es dort weiter, wo es mit den 7-nern aufgehört hat, nämlich das alles tendenziell etwas hart ist. Ob es nur daran liegt, dass es sehr anhaltend ist, weiß ich nicht aber auch die Einzelstellen verlangen hervorragende Tritttechnik und großes Bewegungsrepertoire, etwas Fingerstrom ist auch nicht verkehrt.


Niklas seine 7+/8- ist wahrscheinlich eine der besten Längen der Tour, geile Moverei auf grauer Platte, nur der gewinnt der gleich den richtigen Ablauf erkennt, viel zurück gibt es nicht.

Die Schlüssellänge war dann harter Tobak, bis zur 4. Exe ok, dann echt hartes Arbeiten, von klettern wollen wir nicht reden.


Die 8+ hat uns nun vollkommen ausgesaugt, da in der Tour ziemlich obligat geklettert werden muss. Was die 8+ nicht geschafft hat, saugt nun die folgende 8- aus uns raus. Wir sind mittlerweile beide recht dehydriert, weil wir das Trinken am Rucksack gelassen haben und es deutlich wärmer war wie angenommen. Die Zehen tun mittlerweile auch recht weh und fand ich die 3 Hängestände vorher scheiße, fange ich nun an sie wirklich zu hassen, zudem oft 2-3m weiter ein kleiner Absatz gewesen wäre...ein guter Grund, warum man Routen nicht von oben Einbohren sollte.


Die letzten Nerven dieses Tages, kostet mich der Quergang am Ende der 8- Länge. Ist ja nicht grad so, dass es ein 3er Band ist zum rüberlaufen, ich nehme noch zwei Zwischenhaken von der Hinkelstein mit und gehe die Platte an die an den Stand führt. Scheiße jetzt bin ich aber gemolken. Ich hole Niklas zur Lagenbesprechung nach.

Wir sind beide nicht mehr wirklich frisch und wahrscheinlich nicht mehr in der Lage die beiden letzten 8ter Längen zu klettern. Wir nutzen die Gunst der Stunde und entflüchten über einen Klassiker zum Gipfel... Hier ist es auch schön spät und wir sind beide sicher dass morgen ein super Muskelkater ansteht. Im Nachhinein würde ich unbedingt über die Via Hinkelstein aussteigen, erstens spart man sich den bleden Quergang, zweitens ist das die logische Linie hoch und drittens sieht die Platte von der Hinkelstein Phänomenal geil aus....hoogh.

Beim sitzen am Gipfel wird aber klar....Herbstzeit ist die schönste Zeit im Gebirge.... Seele baumeln lassen und auf ein Bier aufs gute Gimpelhaus. Fast wie wenn man daheim wäre, schön.

Grüße Stef mit Niklas.





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Facts:
"Via Barbara"-Rote Flüh
EB (Rotpunkt): Markus Lutz
10 SL (300m), 8+ (8- obl.) keine Länge unter 7
12 Exen und 50m Seil reichen
Charakter: Steile Plattenkletterei mit sehr anhaltenden Längen.

Westverschneidung

Da es Andrea's letzter Urlaubstag war ging es für uns zu einer gemütlichen und leichten Kletterei. So entschieden wir uns für die Westverschneidung 3+ an der Fuchskarspitze.

Das Auto stellten wir in Hinterstein ab. Hier bestiegen wir unsere Bikes und brausten Richtung Gibelhaus. Nach weiteren Hm liesen wir beim Abzweig des Fußweges auch diese wieder stehen und gingen zu Fuß weiter Richtung Prinz Luitpold Haus.
Das Ziel ist schon in Sichtweite, nach einer kleinen Brotzeit gehts weiter.



Nun beginnt die Leichte aber schöne Kletterei. Die Route ist perfekt mit Bohrhaken ausgestattet, aber auch die alten Haken sind belassen.

Noch ist es in der Westwand schattig aber schnell gewinnen wir an Höhe und kommen der Sonne immer näher. Andrea relaxt am Stand und sichert lässig aus der Hüfte.

Für diesen Schwierigkeitsgrad hat man immerhin recht schöne Tiefblicke.

Am Gipfel sind wir beide happy und liegen noch eine Weile in der wärmenden Sonne.
Die Aussicht ist wunderschön.

Der Abstieg zu Fuß geht schnell und mit den Bike's huschen wir durch das herbstliche Tal.


In Hinterstein gehts dann noch gut Essen.
So geht ein schöner Tag zu Ende und 2 tolle Wochen Urlaub.

Grüße Andrea und Axel.

Gelbfieber

"Gelbfieber", eine Tour im Schwierigkeitsgrad 9- ! Die Krankheit äußert sich in den meisten Fällen mit Fieber, Übelkeit und Schmerzen und klingt nach einigen Tagen wieder ab.
Bei mir jedoch dauerte die Krankheit länger, viel länger. Schon seit 2-3 Jahren träumte ich schon von dieser alpinen Sportklettertour am Hochwiesler. Wie so oft aber fehlte die Zeit und ein Kletterpartner.

Jetzt war es aber so weit. Frank kommt mit und heilt mich von diesem Wunsch.

Das Wetter ist perfekt. Kaiserwetter ! Bevor wir in die erste Sl einsteigen genießen wir eine ausgedehnte Brotzeit und die Sonnenstrahlen.
Es geht gleich zur Sache. Auf den ersten eineinhalb Sl folgt die Tour der alten Technoroute Allgäuer Weg ( Wilde Hund damals, Respekt ).
Perfekt eingebohrt von Walter Hölzler ist es am Anfang trotzdem komisch zu klettern.
Wir sehen in dem sehr hellem Felsen nur wenig Strukturen.


Nun kommt die leichteste, eine 7+.
Sehr schöne Kletterei zu einem sehr luftigen Stand.



Es wartet sie schwerste Länge auf uns. Gelbfieber haben wir schon lange nicht mehr. Angekommen im festen grauen Fels fühlen wir uns wieder bestens und die Kletterei macht riesigen Spaß.
Auf den ersten Blick scheint es, als ob man längere Hakenabstände und wilde Kletterei hat, doch entpuppt sich auch hier, das die Abstände der Bohrhaken genau richtig sind und man immer sehr gut Klippen kann.


Frank kommt am Stand an, auch happy über diese Kletterei.
Es wartet noch eine 8- auf uns. Pumpig und leicht überhängend zieht der Riss nach oben.
Hier muss man noch einmal wollen.
Aber auch diese Sl ist bald Geschichte.



Nun geht es noch leicht weiter bis zum Gipfel.
Sonne und Ruhe ist der Lohn für unsere Mühen an diesem Tag.
Glücklich seilen wir ab und steigen zum Gimpelhaus hinab.
Das Bier haben wir uns verdient... !

Ein toller Tag. Eine Route die 4 Sterne verdient !!

Viele Grüße Frank und Axel.

"Mittelpfeiler - Messner" - Heiligkreuzkofel

Alpingeschichte schreib er damals, als 1968 Reinhold Messner aus einem Seilzugquergang heraus in eine plattige Seillänge startet. Von unten sicher nicht zu erkennen ob ein Durchkommen überhaupt möglich. 20m später die Legendären 4m welche das Tor zu einer neuen Schwierigkeitsdimension aufstoßen. Damals war die Kletterwelt noch nicht bereit einen Schwierigkeitsgrad höher als 6 zu akzeptieren. Heute ist die Stelle mit dem unteren 8. Grad bewertet, wird aber fast nicht mehr geklettert, da 10 Jahre später bei der ersten!! Wiederholung von Mariacher eine etwas leichtere Umgehung gefunden wurde, welche aber einen recht gewagten Quergang verlangt. Als ambitionierter Felskletterer will man so einen Meilenstein der Klettergeschichte natürlich in sein Tourenbuch aufnehmen.

Schon bei der letztjährigen Heimfahrt unseres ersten Fischabenteuers fuhren wir am Heiligkreuzkofel vorbei. Klemens sagte dass er den Mittelpfeiler mal gerne Klettern würde. Als wir dieses Jahr nach einer Tour für unser Alpinwochenende suchten, kam diese Führe wieder ins Gespräch. Nachdem das Wetter eh nicht viel Anderes zuließ, war es also gesprochen. Wir schauen uns mal an was der Messner 1968 mit schweren Bergschuhen denn so alles geklettert ist. Das es uns herausfordern wird wussten wir eh.

Wir starten am Samstag in aller Herrgottsfrühe Richtung Dolos, nachdem das Wetter eh nicht so prall gemeldet war, ist der Samstag nur zum Einklettern verplant. Am Col dei Bois klettern wir die "Buon compleanno Tex" - nette Warmkletterei ohne großen Zustieg, gut gesichert, nicht so lang und für VII bei weitem Überbewertet. VI oder VI+ wäre vollkommen ausreichend.

Wir sind nach etwas mehr als 3h wieder am Auto und vertreiben uns die Zeit bis es in der Pizzaria was feines gibt. Nebenbei schauen wir noch dass wir einen Blick auf die Wand erhaschen, nur um sicher zu gehen, dass es auch trocken ist....es ist !



Am morgen stehen wir am Sessellift, weil man will sich ja nicht gleich am Zustieg verausgaben. Aber ziemlich zackig frisch ist es, an den Autos am Parkplatz hat sich schon eine Eisschicht gebildet. Ich entscheide mich dennoch gegen die lange Unterhose. Gar nicht mal so gescheit. Hätte man gut vertragen. Aber gut man isch ja ned aus Zucker. Wie Klemens feststellt, immer wieder ein erhebender Moment wenn die Sonne das erste mal über die Berge schaut. Recht hat er!


Im Lift wird es dann schon mal echt unangenehm kalt, ich freue mich schon auf's los laufen, da wird's normal schnell wärmer. Über den Wanderweg Richtung Klettersteig und an geeignetem Punkt in den Schrofenvorbau abbiegen. Die zwei Jungs aus Toblach vor uns wissen anscheinend wo es hin geht, Steinmännderl hat's auch, so finden wir wohl geführt den Weg durchs brüchige und schottrige Etwas.


Wir gehen aber nicht zum Orginaleinstieg der Messner, sondern klettern bis zum großen Querband die Mayerl Verschneidung. Dies ist zwar einen Grad schwerer als der Messnereinstieg aber man meidet die wohl sehr brüchigen Vorbaulängen der Messner. So wird es von den meisten Führerwerken auch empfohlen.
Am Einstieg angekommen san die beiden Südtiroler schon fast am Losklettern, sie gehen auch die Mayerlverschneidung bis zum Band um dann die Jugendliebe zu klettern. Eine rassige Freikletterei im 8. Grad, schon fit die zwei jungen Burschen.

Ich will die erste Länge bevor mir noch kälter wird. Mir friert eh schon wie ein Schlosshund. Oha die erste Länge ist zwar ned schwer nur so V-, aber leck mich am Arsch is die brüchig, zudem geht ned gern a Absicherung daher. Etwas erleichtert komme ich am Stand an. Nachdem ich den Primaloft an hab geht's besser, aber meine Finger bekomme ich nicht auf Betriebstemperatur.



Klemens hat nun eine schöne V+ zum bequemen Stand, klassische Schuppenkletterei.



Die nächste kurze Länge der Mayerlverschneidung ist biestig. Schaut von unten gar nicht schwer aus, entpuppt sich aber als leicht überhängender Faustklemmer mit unschöner Absicherung. Erst als ich die marode Schlinge mit einer Kevlar verstärkt habe fühle ich mich bereit weiter zu gehen. Es schrupft sich fröhlich den Riss hoch, ein unbequemer Stand belohnt einen für die Mühen. Klemens hat durch Sachentraining kein Problem mit der Rampfe.

Weil es ihm so gut gefallen hat darf er nun die Seillänge zum Band klettern. Schaut sehr kühn aus. Breiter Riss mit schön vielen Holzkeilen verziert, leider sind bei den Meisten die Drahtschlingen eher durchgerostet. Camalots der Größe 2-4 würden gleich Reihenweise liegen. Aber wir haben derer nur 3 und die sind bald aufgebraucht, danach wird den Holzkeilen mehr Haltekraft angedichtet als sie es verdienen....45m Lebenserfahrung.



Das Band hier oben, mit Bergen von Schutt beladen, leitet uns recht einfach nach links zum Einstieg unserer eigentlichen Tour, die "Messnerführe auf den Mittelpfeiler". Und dass endlich in der Sonne, nur der Wind ist noch echt kalt.




Ich bin wieder dran die erste Länge zu erklettern. IV+ sollte mich nicht vor all zu große Probleme stellen. Aber die Wegfindung ist das Problem und leicht sind Dolomitenvierer nie! Klemens geht die kurze Plattenlänge zur Nische, das Vorgeplänkel ist geschafft.



Auf mich wartet nun der erste Quergang, der uns aus der gelben Sackgasse führt. A bissel rechts a bissel hoch, wieder rechts und dann mittels Wackelhaken 4m runter. Nur noch eine Platte rüberwackeln und Stand....sehr imposant.



Klemens kommt nach, klassischer Seilzugquergang ist für den Nachsteiger immer mehr Arbeit als für den Vorsteiger, aber er weiß wie's geht. Ruckzuck ist er bei mir. War etwas bissiger als erwartet.



So jetzt geht der Spaß erst richtig los. Klemens startet in die Schlüssellänge. Wir Klettern die Mariacher Variante, wie die meisten Wiederholer. Zuerst geht's gut, dann kommt eine echt scharfe Stelle, für mich die schwerste der Tour, bevor es in den Quergang von Mariacher geht. Sehr kühne Hangelei an teilweise altem Hakenmaterial, man ist froh wenn mal was eigenes liegt. Der eigentliche Zug hoch an den Stand der mit VII bewertet ist, fällt dann gar nicht mehr so schwer. Klemens klettert es OnSight ich übersehe leider ein Fingerloch. Egal, ich kann's ja auch auf den Rucksack schieben :) .



Die nächste Länge hat noch eine schwere Einzelstelle am Beginn. Danach geht's, aber die Wegfindung ist nicht ganz klar. In der Länge, ähnlich wie in der ganzen Tour, findet man sehr wenig fixes Material. Ich baue mir einen tollen Seilzug, stürze fast 2mal wegen Basejumpgriffen und bin einigermaßen froh nach 35m am Stand an zu kommen. Hier am besten bis zu der sichtbaren Schlinge im Dächlein klettern, das ist eine gute Sanduhr, alles andere gibt nur einen leidigen Stand. Alternativ irgendwo mit kleinen Camalots.

Klemens seine letzte Länge bietet noch einmal eine stumpfe Verschneidung und einen leichten Quergang.

Mir gehört die letzte Länge des Tages und der Tour. Nochmal klassischer Dolomitenriss, 45m, 2 Haken fix, man sollte nicht zu verschwenderisch mit seinen Klemmis umgehen. Bald ist jedoch auch dies geschafft und man kann den genialen Tiefblick des Gemäuers genießen.



Oben ausgestiegen, schauen wir uns kurz um und sind beeindruckt von der Weite des Massivs. Wir entdecken die beiden Südtiroler die auch gerade ausgestiegen waren und schauen dass sie uns nicht davon laufen, da wir die Chance wittern mit ihnen im Auto zurück zur Talstation zu fahren, weil die Bahn fährt schon seit einer Std. nicht mehr. Dank an euch nochmal.


So kommen wir dann doch noch bei Zeiten ans Auto und kurven nach Sterzing um bei einsetzendem Regen eine Pizza einzunehmen, Wetterloch optimal ausgenutzt.
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Facts:
"Messnerführe auf den Mittelpfeiler" - Heiligkreuzkofel
R. Messner und G. Messner 1968 - die erste frei gekletterte 8- in den Dolomiten.
11 Sl (450m, mit Zustieg über Mayerlverschneidung), VII (Mariachervariante)
Material: 50m Seil, 10 Expressschlingen, Camalot: #0.4-3 (0.75-2 doppelt), Satz Keile, 2 Kevlarschlingen, Hammer und Haken für Notfälle.

Sehr imposante Führe mit historischem Hintergrund, exzellente Kletterei in sehr eindrucksvoller Umgebung. Die Tour wird ihrem Nimbus voll gerecht und ist (O.-Ton Klemens) ein Edelklassiker.