Wir checken das mit dem direken Einstieg ned so recht und latschen deshalb orginal über das Grasband zum Einstieg der Göttner. Heute bin ich an der Reihe zuerst ein zu steigen.
So hier wartet ein super Kaltstart, eins ist klar im klassischen Kaiser geht a bissel zacher zu als im Wetterstein. Aber einmal klein angetreten dann gehts schon.
Martin stürmt die zweite Seillänge, scho a bissel abgenudelt aber immer noch schöne klassische Kletterei. Die Sanierungen laufen im Kaiser anderes als in vielen anderen Gebieten der Alpen, in den längen werden nur die wirklich kritischen Stellen mit Bohrhaken versehen sonst bleibt der NH und mobile Sicherung die Hauptsache, also ich finds gut so.




Nach dem Absteigenden Quergang kommt die Schlüsselstelle, 7- Platte. Ich stehe komplett überstreckt zwischen den beiden Bierhenkeln der Stelle und löse es mit einem Schrei auf, etwas erschocken wie laut das durchs Kübelkar schallt. Die Stelle ist so im nachhinein eigentlich leichter als die 3. Seillänge der Tour, aber wahrscheinlich kann ich einfach besser Plattenklettern als Rissklettern.



Bald sitzen wir an der Abseilstelle am Gipfel und freuen uns über unser ersten Kaiser Klassiker. Per schaurig schöner Abseilstrecke durch den Matejak (ich muss die ganze Zeit an Heringsfilet denken) Kamin geht es zum Rucksack und über schnelle Geröllriesen zum Bier im Auto....
Facts:
vordere Karlspitze - Alte Ostwand (7-, 270m)
EB: A. Göttner, M. Meier, H. Biegler 1935
Material: Felskletterausrüstung, 10 Express, 50m Seil, Camalot #0.4-#3, Satz Keile
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